Handball RHEINPFALZ Plus Artikel HLZ setzt auf die Jugend

Die Mannschaft, mit der das HLZ Friesenheim-Hochdorf die Saison in der Dritten Liga angehen wird.
Die Mannschaft, mit der das HLZ Friesenheim-Hochdorf die Saison in der Dritten Liga angehen wird.

Nach dem Klassenverbleib in der dritthöchsten Spielklasse hat das HLZ Friesenheim-Hochdorf einen großen personellen Umbruch vollzogen. Bei der Spielgemeinschaft setzt man künftig noch mehr auf den eigenen Nachwuchs.

Gleich sieben Akteure haben das HLZ verlassen: Stefan Corazolla (Budenheim), Jan Waldgenbach (Melsungen II), Emanuel Novo (VTV Mundenheim), Dymal Kernaya (HG Oftersheim-Schwetzingen), Leonhard Pfeil und Dominik Lenz (beide Karriereende). Im Gegenzug stießen mit Tim Schaller (Oftersheim-Schwetzingen) und Simon Schwarz (TSV Birkenau) nur zwei externe Akteure zum HLZ.

Buschsieper jetzt auch Co-Trainer

„Wir haben die Kooperation gegründet, um den eigenen Nachwuchs weiter zu fördern, deshalb haben wir uns jetzt entschlossen, diesen Weg auch bis zu den Männern konsequent weiter zugehen“, begründete Martin Buschsieper, der sportliche Leiter diese Entscheidung. Zudem wird Buschsieper auch als Co-Trainer seinen Cheftrainer Gabriel Schmiedt, der in der vergangenen Spielzeit nach der Trennung von Björn Friedrich und Mathias Polifka die Verantwortung übernahm, unterstützen.

„Gabriel hat mit seiner Art frischen Wind in die Mannschaft gebracht, die Relegation erfolgreich bewältigt und wir sind überzeugt, dass er für unsere junge Mannschaft derjenige ist, der uns weiterbringen wird“, sagt Buschsieper. Dabei macht er kein Geheimnis daraus, dass die kommende Spielzeit für den Unterbau des Handball-Zweitligisten Eulen Ludwigshafen nicht einfach sein wird. „Neben der Südstaffel, dürfte die Staffel Südwest zu den stärksten gehören.“

Schwerer Auftakt bei Kaiserslautern-Dansenberg

Schon zum Auftakt muss die Mannschaft um Kapitän Niko Sorda am Samstag, 20 Uhr, zum ambitionierten Liga-Rivalen nach Kaiserslautern-Dansenberg. Die Westpfälzer zählen ebenso wie der Zweitliga-Absteiger TuS Ferndorf zu den erklärten Aufstiegsfavoriten. „Dass wir uns mit den hessischen Vereinen, aber auch mit den Nachwuchsteams der HSG Wetzlar und des VfL Gummersbach in einer Gruppe befinden, sorgt für zusätzliche sportliche Brisanz“, sagt Buschsieper. Dabei ist er überzeugt, dass die junge Mannschaft, wo die Talente Mihailo Illic, Marcel Reiss, Malte Dorra, Nick Haas, Mika Schwenken und Jan-Philipp Winkler noch mehr Verantwortung übernehmen sollen, den Ligaverbleib schaffen kann. „Wir wissen alle, dass wir diesmal mehr als 100 Prozent leisten müssen, wenn wir die Punkte holen wollen“, sagt Buschsieper.

Entscheidend wird auch sein, in welcher Verfassung die beiden Routiniers , Torhüter Roko Peribonio (Leiste) und Linkshänder Marvin Gerdon (Hand), zurückkehren werden, die Teile der Vorbereitung nicht mitmachen konnten. Gerdon wird zum Saisonauftakt nach seiner zweiten Operation nach seinem Handbruch noch nicht zur Verfügung stehen. Da dürfte wieder die Stunde von Yannik Polifka schlagen, der in der Vorbereitung im rechten Rückraum seine Torgefährlichkeit bewies. Besonders schmerzlich vermissen wird man Dominik Lenz, der meist im Rückraum die Fäden zog. Der Student hat sich zum Ende der vergangenen Saison aus persönlichen Gründen zunächst eine Auszeit verordnet. Damit geht ein Urgestein des TV Hochdorf mit 23 Jahren viel zu früh vom Bord.

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