Ludwigshafen Hilfe für die Tafel: Appell der Linkspartei an die OB
Die Linksfraktion im Stadtrat appelliert an Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD), den Hilferuf der Tafel Ludwigshafen „nicht ungehört im Nirgendwo verstummen zu lassen“. Die Linksfraktion solidarisiere sich mit der Bedürftigenhilfe und ihren Anliegen und fordert die Stadtführung auf, die ehrenamtlichen Helfer mit ihren existenziellen Problemen nicht alleine zu lassen. Die OB sollte ihre guten Kontakte zu Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD)
nutzen, um Landesmittel für die Tafel zu eruieren und dies mit der hohen Zahl dazugekommener ukrainischer und sonstiger Flüchtlinge zu begründen.
„Tochterunternehmen in der Pflicht“
Ebenso sieht die Linksfraktion die städtischen Tochterfirmen in der Pflicht, die Tafel in größerem Maße zu unterstützen. „Wer mit traumhaften Summen das Filmfestival und die Zweitliga-Handballer der Eulen sponsern kann, dem sollten dringliche soziale Projekte wie die Tafel nicht egal sein. Hier kann sich die Linksfraktion auch städtische Hilfen vorstellen, die nicht den Haushalt belasten. Das fängt bei den Energiekosten der TWL an und hört bei der Nutzung städtischer Fahrzeuge eines riesigen Fuhrparks der städtischer Tochterfirmen auf“, sagt Fraktionsvize Bernhard Wadle-Rohe. Die OB könnte nach seinem Dafürhalten alle 150 ehrenamtlichen Helfer der Tafel zu sich einladen und in angemessener Form ihre Wertschätzung zum Ausdruck bringen.
Appell an Unternehmen
Die Linksfraktion appelliert zudem an Unternehmen wie die BASF, einen Bruchteil ihrer Unternehmensgewinne der Tafel zu spenden, um deren Wunsch nach einem Solardach zu realisieren. Das Projekt Tafel sorge sich um das Überleben der Ärmsten der Armen. Es sei traurig genug, dass es viele Menschen gebe, die auf Lebensmittelspenden angewiesen seien und die jetzt zusätzlich durch die kriegsbedingten Preiswucher der sogenannten Freien Märkte nicht mehr wüssten, wie sie über den Winter kommen sollen. Die Bilanz der Tafel und ihrer ehrenamtlichen Helfer zeige, wie wichtig und unentbehrlich dieser soziale Betrieb für vielen Menschen geworden sei. Die Linksfraktion weißt zudem darauf hin, dass die Tafel auch private Lebensmittelspenden annimmt.
Wie berichtet, hat Juergen Hundemer, der Vorsitzende des Tafel-Trägervereins Vehra, zuletzt von der Stadt mehr Unterstützung gefordert, weil steigende Kosten das Tafel-Budget sprengten.