Ludwigshafen
Handball: Zweitligist Eulen Ludwigshafen tritt bei Meister SG Flensburg-Handewitt an
Eine enttäuschende Vorstellung wie vergangenen Sonntag bei der 21:29-Pleite gegen Frisch Auf Göppingen darf es nicht mehr geben. Da sind sich Kapitän Gunnar Dietrich und seine Mitspieler der Eulen Ludwigshafen einig. Am Donnerstag, 19 Uhr, kann es der Tabellenvorletzte der Handball-Bundesliga beim deutschen Meister SG Flensburg -Handewitt nur besser machen.
Nach zehn Minuten schon aussichtslos mit 0:7 im Hintertreffen und bereits die zweite Auszeit genommen: Es war zum Haareraufen für die mitgereisten Fans und die Zuschauer am Fernseher. An solch ein Negativerlebnis kann sich Routinier Dietrich, der die zehnte Saison das rot-weiße Trikot trägt, nicht erinnern. Und der 2013 aus Lemgo nach Friesenheim zurückgekehrte ehemalige Junioren-Europameister (2006) hat schon einiges im Eulennest erlebt.
„Das geht gar nicht, so wie wir uns da präsentiert haben. Ich schließe mich da nicht aus, mache gleich am Anfang einen Abspielfehler, der zum Gegentor führt. Wenigstens sind wir in der zweiten Halbzeit nicht untergegangen“ , sagt Dietrich. Die Torleute Martin Tomovski und Stefan Hanemann nimmt der 33-jährige Abwehrchef ausdrücklich in Schutz: „Unsere Deckung war nicht aggressiv genug am Mann, so dass wir unsere Keeper nicht genug unterstützt haben. Wir haben gute Torleute, und die Arbeit unseres neuen Torwarttrainers Kevin Klier wird sich noch auszahlen.“ Auf die 5-1-Deckung der Eulen sind die Gegner mittlerweile eingestellt. In Göppingen lief es nach der Pause mit der 6-0-Variante besser. Doch da war die achte Saisonniederlage nicht mehr zu verhindern.
Die Eulen sind seit fünf Spielen sieglos
Spaß machen dem Betriebswirt, der am 1. September eine Stelle als Controller bei den TWL Ludwigshafen angetreten hat, die jungen Wilden im Team. Zum Beispiel der 20-jährige Junioren-Nationalspieler Max Neuhaus, der in Göppingen alle vier Siebenmeter eiskalt verwandelte. Einer der wenigen Lichtblicke war auch Alexander Falk. Das 20-jährige Eigengewächs hatte eine hundertprozentige Chancenauswertung und spielt bisher eine gute Saison.
Nach ausgiebiger Manöverkritik und Videoanalyse wollen die Eulen beim Tabellendritten eine Reaktion zeigen. Von einer Krise der fünfmal in Folge sieglosen Eulen (2:16 Punkte) will ihr Anführer nichts wissen. „Wir glauben an uns, müssen aber mit einer anderen Körpersprache auftreten. Dann werden wir wieder punkten“, ist Dietrich zuversichtlich. Ob allerdings ausgerechnet beim mit internationalen Stars gespickten Meister der Knoten platzt, erscheint fraglich.