Ludwigshafen Handball: Wieder sieglos vor nur 30 Zuschauern

«Ludwigshafen.» Vor 30 Zuschauern in der Handball-Oberliga unterlag die TSG Friesenheim II der HSG Rhein-Nahe Bingen mit 29:32 (15:17). Die Friesenheimer bleiben weiter sieglos am Tabellenende.
„Es waren am Ende wieder die Kleinigkeiten, die das Spiel entschieden haben“, haderte TSG-Trainer Uli Spettmann. Ein paar falsche Entscheidungen vorne, ein paar individuelle Fehler in der Abwehr und statt des so dringend benötigten Erfolgserlebnisses standen die Jungeulen wieder mit leeren Händen da. Da nutzte auch die 22:20-Führung (40.) durch Jonah Fassunge nach dem komplett ausgeglichenen ersten Durchgang nichts. Nur zwei Minuten später lagen die Gäste vorne. Die routinierteren Bingener ließen sich diesen Vorsprung nicht mehr nehmen, bauten ihn nun auf bis zu fünf Tore aus und retteten sich letztlich über die Zeit. Leon Schmitt verpasste den 30:32-Anschlusstreffer (58.). „Er hat nicht seinen sicheren Wurf hoch, lang genommen“, kritisierte Spettmann – eine der kleinen, falschen Entscheidungen seiner Mannschaft. Diese lagen möglicherweise auch an den nachlassenden Kräften. „Mir haben heute ein wenig die Alternativen auf der Bank gefehlt“, klagte Spettmann. Bestes Beispiel dafür war Joshua Brahm. Er war mit zwölf Treffern überragender TSG-Torschütze. Doch mit zunehmender Spielzeit schwanden die Kräfte. „Ich hätte ihm gerne die ein oder andere Verschnaufpause gegönnt, aber ich hatte niemanden auf der Bank. Joshua musste durchspielen“, sagte Spettmann. So fehlte ein wenig die Kraft in den entscheidenden Spielsituationen. Denn die Möglichkeiten dazu waren vorhanden. Torhüter Leon Hoblaj hielt seine Mannschaft mit tollen Paraden immer wieder im Spiel. Die Kaltschnäuzigkeit für den Konter fehlte dann aber. „Es war letztlich so wie immer: Wir waren dran, aber den letzten Schritt haben wir nicht gemacht“, bilanzierte Spettmann und forderte : „Diesen Schritt müssen wir nun endlich gehen.“