Ludwigshafen
Handball: Wie die Vereine mit der Corona-Hysterie umgehen
„Es ist ganz einfach sehr schade“, sagt Andreas Reckenthäler, der die Männer des Handball-Oberligisten VTV Mundenheim betreut und auf das Treffen mit dem Ex-Trainer Marco Tremmel bei der HSG Worms vorbereitet hat. Und das unter erschwerten Bedingungen, denn nach der Sperrung der Schulsporthallen für den Vereinssport hatte er über persönliche Verbindungen ein Ausweichquartier in Dannstadt gefunden. Auf dem Weg zum Training hatte er dann von der endgültigen Absage des Spieltages erfahren. „Wir haben dann halt nur ein bisschen gekickt.“ Wie es weitergeht weiß er nicht. „Das entscheidet sich wohl am Montag. Da will sich die Oberliga-RPS zusammensetzen und überlegen, wie es mit der Saison weitergeht.“
Friesenheim nicht von Hallenschließung betroffen
Damit spricht er auch für Thorsten Engert, Trainer der Mundenheimer Damenmannschaft. Der hätte seine Spielerinnen erst am Freitag wieder antreten lassen und hatte ebenfalls schon die Augen auf Sporthallen im Rhein-Pfalz-Kreis geworfen. „Immerhin waren ja nur die Ludwigshafener Mannschaften von der Hallensperrung betroffen“, sagt er. In der Oberliga sind das genau genommen nur die Mundenheimer, denn die Damen der TSG Friesenheim trainieren normalerweise im vereinseigenen TSG-Sportzentrum. Immerhin kann es Engert sportlich entspannt sehen. Denn da stehen die VTV-Damen im Tabellenmittelfeld mit reichlich Sicherheitsabstand an die beiden Tabellenenden.
Den haben die TSG-Damen von Vik Kühn noch nicht, auch wenn die Mannschaft sich zuletzt mit zwei Siegen und zwei Unentschieden ein wenig vom Tabellenende entfernt hat. Viel besser ist ihre Lage nicht, obwohl die Mannschaft auch am Freitag zur normalen Trainingszeit in der Halle war. Ob das auch in den kommenden Wochen so sein wird, wusste Kühn noch nicht. „Immerhin steht jetzt für alle TSG-Mannschaften nur noch unsere Vereinshalle zur Verfügung und dabei hat die Bundesliga-Mannschaft natürlich Priorität“, sagt sie. Die Abteilungsleitung werde sich zusammensetzen und über die neue Verteilung der Trainingszeiten entscheiden. Überhaupt erhofft sich auch Kühn so schnell wie möglich Klarheit von den drei an der Oberliga beteiligten Verbänden.
Was passiert mit deutschen Meisterschaften?
Das gilt auch für Marcus Muth, der im Jugendhandball sogar noch ein wenig weiter über den Tellerrand schauen muss, denn die weibliche B-Jugend der JSG Mundenheim/Rheingönheim steht kurz vor dem Gewinn der Oberliga-Meisterschaft, würde sich damit für die Spiele um die südwestdeutsche Meisterschaft als Vorstufe zur deutschen Meisterschaft qualifizieren. „Ich gehe nicht davon aus, dass es in dieser Saison noch Spiele geben wird“, vermutet Muth, der nicht daran glaubt, für solche Spiele nach der Zwangspause noch Termine finden zu können.