Ludwigshafen
Handball: Weibliche A-Jugend der TSG Friesenheim spielt zum Auftakt beim Frankfurter HC
Die weibliche A-Jugend der TSG Friesenheim hat erstmals in der Vereinsgeschichte den Sprung in die Bundesliga geschafft. Dort trifft die Mannschaft in den Gruppenspielen auf die Spitzenteams des Frauenhandballs, Frankfurter HC 90 und Thüringer HC. Am Samstag, 15 Uhr, steht die erste Partie in Frankfurt/Oder auf dem Plan.
Auch wenn die neue Spielzeit in der A-Jugend-Bundesliga noch nicht angepfiffen ist, haben die Mädchen der TSG Friesenheim ihren ersten Pflichtspieleinsatz schon hinter sich. Im DHB-Pokal der Damen gegen Zweitligist TG Nürtingen schickte Trainerin Viktorija Kühn im Hinblick auf die schweren Aufgaben in der Bundesliga den talentierten Nachwuchs auf das Spielfeld. Trotz der deutlichen Niederlage war die Cheftrainerin mit dem Auftreten der Mädchen zufrieden. Denn bei der TSG Friesenheim wurde im Bereich des weiblichen Handballs eine neue Ära eingeleitet.
Der Nachwuchs soll näher an den Leistungssport herangeführt werden. Deshalb entschied sich die Vereinsführung zu einem Doppelspielrecht für die weiblichen A-Jugendspielerinnen, die in der A-Jugend-Bundesliga und der Frauen-Oberliga eingesetzt werden können. Das ist nötig, denn in der höchsten Jugendspielklasse gibt es keinen durchgängigen Spielbetrieb. Es geht zunächst in einer Gruppenphase gegen zwei weitere Teams. Die beiden Erstplatzierten qualifizieren sich für die Zwischenrunde.
Der TSG stehen schwere Aufgaben bevor
Da hat die TSG wohl die schwerste Aufgabe erwischt. In Gruppe fünf geht es gegen die Hochburgen des Frauen-Handballs, Thüringer HC und Frankfurter HC. Zum Auftakt steht der neuformierten Mannschaft eine lange Auswärtsfahrt bevor. Bereits am Freitag macht sich das Team auf den Weg nach Frankfurt/Oder. „Nach der intensiven Vorbereitung ist unser Ziel, die Partie möglichst lange offen zu halten“, sagt Abteilungsleiter Martin Buschsieper, der auch als Co-Trainer der A-Jugend fungiert.
Die Mannschaft ist personell verstärkt worden. Bekanntestes Gesicht ist Maike Freitag, die nach zwei Jahren bei den Kurpfalz-Bären zu ihrem Heimatverein zurückgekehrt ist. Mit Angelina Schreyer, die Bundesliga-Erfahrung bei der HSG Kappelwindeck sammelte, sowie den Schwestern Nicole und Celina Weschenfelder (TSG Wiesloch) habe der Verein punktuell aufgerüstet. Derzeit umfasst der Kader 26 Spielerinnen. Der Jahrgang 2001 soll vorwiegend in der A-Jugend-Bundesliga und in der Oberliga der Damen zum Einsatz kommen. Der Jahrgang 2002 bei der A2 in Oberliga. „Wir wollten in die Bundesliga und jetzt wollen wir die nächsten Schritte machen“, sagt Buschsieper.