Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: Warum es bei den Frauen und A-Juniorinnen der TSG Friesenheim ein Stühlerücken gibt

Viktoria Kühn schweigt über die Gründe ihres Abgangs.
Viktoria Kühn schweigt über die Gründe ihres Abgangs.

Nach dem Rückzieher bei der Vertragsverlängerung mit Thorsten Engert und der anschließenden Verpflichtung von Trainerin Viktoria Kühn stehen die Frauen der TSG Friesenheim wieder vor einem Neuanfang. Nachdem Kühn ein weiteres Engagement bei den Eulen abgelehnt hat, soll Matthias Kolander (40) die junge Mannschaft in die Erfolgsspur führen.

Mehr Kontinuität hatte man sich gewünscht. Bisher stand sich die TSG Friesenheim aber selbst im Weg. Nach der vorzeitigen Trennung vom hauptamtlichen männlichen Jugendkoordinator Markus Baumann und der anschließenden Verpflichtung von Steffen Christmann, steht auch der weibliche Handball bei den Eulen vor einem Neuanfang. Für Kühn, die nach eigenen Angaben das Vertragsangebot abgelehnt hat und über die Gründe ihres Weggangs nicht sprechen wollte, wird bei der A-Jugend künftig Jürgen Meisel das Sagen haben. Bei den Frauen soll Kolander das Team in Richtung Dritte Liga entwickeln.

Kolander sieht Potenzial

Der 40 Jahre alte C-Trainer, der in Mannheimer-Vogelstang lebt und aktuell die Frauen der HG Oftersheim/Schwetzingen trainiert, wird zum 1. Juli seine neue Aufgabe antreten und unterschrieb für ein Jahr. Zuvor war Kolander bei SG Edingen/Friedrichsfeld und TSV Amicitia Viernheim tätig. „Friesenheim ist mit seinem jungen Team eine echte Herausforderung, der ich mich gerne stelle. Die Spielerinnen haben Potenzial. Meine spielende Co-Trainerin Yvonne Rolland bringt viel Erfahrung mit. Auf diese Zusammenarbeit freue ich mich besonders“, sagte Kolander. Rolland hatte kürzlich für die kommende Runde zugesagt.

Unklar ist die Besetzung der vakanten Position des Teammanagers. Bisher füllte diese Aufgabe Co-Trainer Martin Buschsieper aus. Der Abteilungsleiter für den weiblichen Handball hat jedoch ebenfalls seinen Rückzug aus dem aktiven Sportbetrieb angekündigt. Er ist erleichtert, dass er noch vor dem Vertragsende von Kühn die Nachfolge geklärt hat. „Ich bin stolz, dass wir Matthias für unsere Mannschaft begeistern konnten. Er wird die Philosophie des Tempohandballs aus einer aggressiven Abwehr heraus fortführen und helfen, unsere Ziele zu erreichen“, freut sich Buschsieper.

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