Ludwigshafen
Handball: Warum die VTV Mundenheim noch keine Spitzenmannschaft sind
Für die Handballer der VTV Mundenheim beginnt das neue Jahr in der Oberliga mit dem Nachholspiel gegen den TV Offenbach (Samstag, 18 Uhr, Schulzentrum Mundenheim).
„Wir sind mit dem Saisonverlauf bislang sehr zufrieden. Und mit zwei Siegen in den kommenden beiden Spielen würden wir richtig gut dastehen“, sagt VTV-Trainer Andreas Reckenthäler. Rang vier bei einer Partie weniger ist nach dem Ablauf der Vorrunde mehr, als sich die VTV-Verantwortlichen ausgerechnet hatten. „Zumal wir wirklich nicht gut in die Saison gestartet sind“, erinnert Reckenthäler an den Auftakt mit zwei Niederlagen, die mühsam zu einer 8:6-Ausbeute gedreht wurden. „Aber zuletzt haben wir 16:4 Punkte geholt. Das war eine wirklich gute Bilanz“, resümierte er.
Lob aus berufenem Munde
Eine Bilanz, die kurioserweise mit einer vordergründigen Schwächung einherging. „Nachdem Yannick Muth uns während der Runde in Richtung Leutershausen verlassen hat, waren wir noch schwerer auszurechnen“, sagt Reckenthäler. Timo Naas, Yannick Treiber oder auch Benjamin Treiber füllten die Rolle als Mittelmann aus, setzten dabei jeweils unterschiedliche Akzente und machten damit fast jedem Gegner das Leben schwer. So schwer sogar, dass Stefan Bullacher, Trainer von Oberliga-Spitzenreiter SV 64 Zweibrücken, die Mundenheimer zum Auftakt der Rückrunde als „Spitzenmannschaft“ betitelte. „Es ehrt uns natürlich, wenn so ein Lob von einem ausgewiesenen Fachmann wie Stefan Bullacher kommt“, freute sich Reckenthäler. Er selbst sieht seine Mannschaft allerdings längst noch nicht als Titelaspirant: „Wir sind höchstens eine Spitzenmannschaft im Aufbau.“
Fragiles Gebilde
Wie fragil das Mannschaftsgebilde der VTV ist, zeigte sich am vergangenen Wochenende bei der empfindlichen Niederlage im Pfalzpokal bei der HSG Eckbachtal. Reckenthäler nahm das Positive aus dem 25:31 gegen den Ligakonkurrenten mit: „Wir haben gesehen, dass wir nur mit einer hundertprozentigen Einstellung bestehen können. Ansonsten werden wir kein Spiel gewinnen – egal gegen wen.“ Er erhofft sich deshalb, dass die Einstellung am Samstag wieder stimmt. Immerhin ist er vor Offenbach gewarnt: „Letztes Jahr haben wir dort mit zehn Toren verloren. Das ist eine Mannschaft, die niemals aufsteckt.“ Genau diese Einstellung erhofft sich Reckenthäler auch von seinen Spielern.
Bereits um 16 Uhr spielen die Damen der VTV Mundenheim im Schulzentrum gegen die TG Osthofen.