Ludwigshafen
Handball: Warum die TSG Friesenheim zittern muss beim Pokalsieg in Lambsheim
Die Handballerinnen der TSG Friesenheim stehen in der nächsten Runde des Handball-Pfalzpokals. Der Oberligist setzte sich am Sonntag bei der SG Lambsheim/Frankenthal mit 31:27 (13:16) durch. Zwischenzeitlich sah es nicht so gut aus für die TSG.
Mit elf Treffern war Marie Lang beste Werferin der SG Lambsheim. „Sie ist eine tragende Spielerin. Sie ist die Beste bei uns in der Mannschaft“, lobte SG-Trainer Andreas Scharfenberger. Vor allem in den ersten 30 Minuten drückte Lang dem Spiel ihren Stempel auf. Sie erzielte acht Treffer. Sie war mitverantwortlich für die Führung. Auch wenn diese nicht ausreichte, um in die nächste Runde zu ziehen, war ihr Coach dennoch angetan von ihrer Leistung. „Wenn sie Impulse setzt, geht die Mannschaft immer mit. Ich bin schon sehr zufrieden mit ihr“, meinte Scharfenberger.
Bis zur Halbzeit sieht es nach Überraschung aus
Doch Lang wirkte mit zunehmender Spieldauer ausgelaugter. Bis zur Halbzeit sah es noch nach einer Überraschung aus. Die SG war der TSG ebenbürtig. „Es war unsere Vorgehensweise etwas langsamer zu spielen, da wir auf dem Auswechselkontingent nicht so viele waren“, erklärte Scharfenberger. Das Ergebnis der Taktik war eine 16:13-Führung.
Auch das Glück war zunächst aufseiten der SG. Die TSG Friesenheim vergab mehrere Tempogegenstöße. „Es war schwierig ohne Harz zu spielen“, sagte TSG-Spielerin Nina Wendler. Doch der Favorit aus Friesenheim besann sich in der zweiten Halbzeit auf seine Stärken. Die SG Lambsheim/Frankenthal hatte Probleme mit der Konzentration und vor allem der Kondition. „Zum Schluss haben das konditionell dann auch nicht mehr gepackt“, meinte Scharfenberger. Das wurde bestraft. Ins Spiel der Gastgeber schlichen sich vermehrt Fehler ein. Pässe kamen nicht an und die Abschlüsse im Angriff fehlten. Das war aber auch der guten Verteidigungsarbeit der TSG geschuldet. „Es war relativ schwierig. Dann haben wir angefangen zu kämpfen. Die Trainerin hat uns auch noch mal daran erinnert, was wir eigentlich können. Das haben wir dann gezeigt“, erklärte Nina Wendler.
Wendler und Schneider führen TSG zum Sieg
Angeführt von ihr und Lara Schneider kam Friesenheim wieder heran. „Wir haben versucht, das Spiel an uns zu reißen“, betonte Wendler. Sie selbst erzielte sieben, Schneider sogar zwölf Treffer. In der 47. Minute gelang Wendler das 23:23. Dann bestimmte nur noch der Oberligist die Partie und erhöhte den Druck. Die Folge war der Führungstreffer zum 25:24. Mit der Führung im Rücken spielte die TSG den Sieg sicher über die Zeit. „Wir waren der Außenseiter. Ich habe viele gute Dinge gesehen. Aber natürlich ärgert es einen, wenn man verliert“, sagte Scharfenberger. Nicht verlieren wollte auch Friesenheim. „Ich hoffe, dass wir eventuell ins Finale kommen“, sagte Wendler.
So spielten Sie
SG Lambsheim/Frankenthal: Florentine Geibel - Teufert (5), Lang (11), Maximiliane Geibel (2), Dana Koch (2), Sosin (1), Julia Koch (3), Bendix, Irmak, Formanski (3)
TSG Friesenheim: Hofmann, (ab 30. Albrecht) – Klein (2), Schneider (12), Wendler (7), Stolle (5), Unger (2), Wilhelm (2), Nessel (1), Amuser
Siebenmeter: 11/7 – 5/3 - Zeitstrafen: 4:2 - Beste Spielerinnen: Lang, Teufert, Julia Koch - Schneider, Wendler, Albrecht - Zuschauer: 20 - Schiedsrichter: Hetzel (TV Edigheim).