Ludwigshafen
Handball: Warum die Oberliga für die A-Juniorinnen der TSG Friesenheim die ideale Liga ist
Die weibliche A-Jugend der TSG Friesenheim überwintert mit zwei Punkten Abstand auf Oberliga-Spitzenreiter TuS Kirn. Im letzten Spiel des Jahres bezwang die TSG-Bundesliga-Reserve die DJK/MJC Trier mit 34:24 (18:13). Trainer Martin Buschsieper war zufrieden. „Uns ist die Entwicklung wichtiger als Ergebnisse.“
„Ja, wir könnten in der Oberliga Meister werden, aber das ist nicht unser Ziel“, erklärte der Trainer. Das war keine Überheblichkeit. Immerhin sammelte ein Großteil der Friesenheimerinnen bereits Erfahrung in der Junioren-Bundesliga. „Aber wir spielen in der Oberliga gezielt ohne den Jahrgang 2001.“ Vielmehr sollen die Jahrgänge bis einschließlich 2004 an das Bundesliganiveau und damit letztlich an das Niveau im Frauenhandball herangeführt werden. Deshalb komme es auch immer wieder zu Schwankungen während eines Spiels. „Unser Deckungskonzept basiert auf Zusammenhalt. Wenn eine Spielerin unaufmerksam ist, kommt es zu Lücken. Das war heute hin und wieder der Fall“, sagte Buschsieper. Das könne mit der ersten Sechs vermieden werden, „aber wir wollen alle 14 Spielerinnen nach vorne bringen.“
Sechs Strafzeiten für Friesenheim, keine für Trier
Er nahm deshalb auch den Spielverlauf gegen die Trierer Jugendspielgemeinschaft gelassen hin. Nach einem guten Start gerieten die Friesenheimerinnen mit 4:5 (10.) in Rückstand, bekamen vor allem Außenspielerin Luna Lamberty zunächst nicht in den Griff, die vier ihrer fünf Treffer vor der Pause erzielte. Auch die vielen Strafzeiten seiner Mannschaft konnten ihm nicht gefallen haben. Immerhin hatten die Friesenheimerinnen genügend Qualität im Kader. Beim 16:10 (27.) durch Celina Weschenfelder herrschten wieder klare Verhältnisse auf der Platte. Der Vorsprung zur Pause war ein wenig knapper als nötig.
Spiel mit viel Risiko
Und direkt nach dem Seitenwechsel wurde es sogar noch enger, verkürzte Trier auf 16:15 (32.) und hielt bis zum 19:17 den Anschluss. Aber dann setzte sich die spielerische Klasse auch der jüngeren Friesenheimer Jahrgänge durch – die Klasse und die Schnelligkeit. Immer wieder eroberten die TSG-Mädels den Ball in der Abwehr, immer wieder nutzten sie den Ballgewinn zu Gegenstoß oder erster Welle, immer wieder fielen so die leichten Tore, die jeder Trainer gerne von seiner Mannschaft sieht. „Darauf ist unser Konzept aufgebaut. Wir spielen mit viel Risiko in der Abwehr auf Balleroberung.“ Und in der Oberliga als Lernort.
So spielten sie
TSG Friesenheim: Hemmerich, Wegner (nicht eingesetzt) – Rudolph (4/1), Nicole Weschenfelder (5), Jung (3) – Glaser (2/1), Sulta (1) – Jentzsch (3) – Nichel, Celina Weschenfelder (11), Scheid (1), Michel (4)
Spielfilm: 4:1 (6.), 4:5 (10.), 13:7 (21.), 16:13 Hz., 19:17 (37.), 28:18 (48.), 34:24 Ende – Zeitstrafen: 6:0 – Siebenmeter: 3/2 – 8/5 – Beste Spieler: N. Weschenfelder, Rudolph, C. Weschenfelder – Martin, Helbrecht - Zuschauer: 50 – Schiedsrichter: Spies (Lambsheim/Frankenthal)/Schneider (Hochdorf).