Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: Warum das Spiel für Eulen-Spielermacher Dominik Mappes in Erlangen so besonders ist

Dominik Mappes (Mitte) weiß, was derzeit beim HC Erlangen los ist. Er spielte einst dort.
Dominik Mappes (Mitte) weiß, was derzeit beim HC Erlangen los ist. Er spielte einst dort.

Dominik Mappes kehrt morgen an die Spielstätte zurück, die er nach einem für ihn unglücklichen sportlichen Jahr in Richtung der Eulen Ludwigshafen verließ. Deswegen wäre für den Spielmacher ein Punktgewinn oder sogar ein anvisierter Sieg beim HC Erlangen in der Nürnberger Arena eine besondere Sache (19 Uhr).

Zuletzt drehte sich nicht alles um den Handball bei Dominik Mappes. Seit dem 16. Februar ist der gebürtige Hüttenberger Papa. Seine Freundin Sina Schmidt brachte Sohn Mats auf die Welt. „Wir sind sehr glücklich, dass alles gut geklappt hat. In den letzten Wochen gab es eine große Anspannung und der Kopf war nicht immer ganz für den Handball frei gewesen. Jetzt bin ich auch vom Kopf her wieder voll da“, sagt Mappes.

Vielleicht erklärt das auch die Tatsache, dass Coach Ben Matschke seinen Strategen am Sonntag beim 25:25 gegen Melsungen nach der Pause nur noch sporadisch einsetzte. Der 25 Jahre alte Spielmacher der Eulen musste von außen mit ansehen, wie sein Team gegen die MT Melsungen einen zeitweiligen Fünf-Tore-Vorsprung verspielte. „Die Enttäuschung in der Kabine war natürlich riesengroß. In unserer Tabellensituation brauchen wir jeden Punkt. Melsungen war auf jeden Fall zu schlagen. Ich habe keine Erklärung, dass wir am Ende die Spiele nicht durchbringen und so wertvolle Punkte liegen lassen“, hadert Mappes.

Konkurrenten machen Boden gut

Noch ist für den Tabellenvorletzten (13 Punkte) nichts verloren. Der Ligaverbleib ist weiterhin möglich. Zwei Punkte beträgt aktuell der Rückstand zum rettenden Ufer. Dort liegt Aufsteiger HBW Balingen-Weilstetten. Die Konkurrenz aus Minden (17) und Stuttgart (19) hat zuletzt Boden im Abstiegskampf gut gemacht. „Balingen ist in Reichweite. Zu Hause können wir die auf jeden Fall schlagen. Das ist wie Minden ein Muss-Spiel. Gegen Erlangen können wir auch was holen. Wenn wir dort gewinnen, was möglich ist, reißen wir die mit runter. Es wird spannend bis zum Schluss bleiben“, vermutet Dominik Mappes.

Erlangen feuert Trainer

Der Mittelmann kennt die Verhältnisse rund um den HC Erlangen. Regelmäßig Kontakt hält der Rechtshänder zu dem Erlanger Spielmacher und ehemaligen Friesenheimer Nico Büdel. Vor wenigen Wochen wurde Mappes’ Ex-Trainer Adalsteinn Eyjolfsson gegen den erfahrenen Rolf Brack ausgetauscht. Die hochkarätige Mannschaft liegt als Tabellenvierzehnter mit 18 Punkten sportlich deutlich hinter den Erwartungen und verlor zuletzt in Stuttgart 24:30. „Ich kann mir gut vorstellen, was dort momentan los ist. Erlangen ist eine ganz andere Welt im Vergleich zu den Eulen. Dort ist alles viel größer. Angefangen vom Etat, der Halle und natürlich dem Kader. Deswegen sehe ich die jetzt morgen unter besonderem Druck. Die müssen vor ihrem Publikum gegen uns gewinnen“, weiß Mappes. Persönlich sieht der junge Vater dem Spiel bei seinen alten Mitspielern sehr positiv entgegen: „Ich freue mich darauf, da ich immer auch eine gute Bindung zu Spielern und Fans hatte. Ich will mein Eulen-Team am liebsten zu einem Sieg führen. Das würde unserer Situation gut tun.“

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