Ludwigshafen
Handball: Warum das Heimspiel für Oberliga-Frauen der TSG Friesenheim ungewohnt ist
Ungewohnter Spielort und noch ungewohntere Uhrzeit: Gleich auf zwei besondere Begleitumstände müssen sich die Damen der TSG Friesenheim einstellen, wenn sie am Sonntag den Tabellendritten TSV Kandel empfangen. Spielort ist die Heinrich-Ries-Halle und Anwurf ist um 12 Uhr.
„Wir haben die ganze Saison über unsere Höhen und Tiefen“, beschreibt die 19 Jahre alte Spielmacherin Lara Schneider den bisherigen Saisonverlauf der Friesenheimer Damen. Das ist keine Überraschung, hatte sich doch die TSG vor dieser Spielzeit für den ganz großen Umbruch und damit für Spielpraxis der talentierten A-Jugendlichen entschieden. Damit gehört die angehende Abiturientin, die ihre erste komplette Saison bei den Erwachsenen spielt, schon zu den erfahreneren Akteuren im Kader von Trainerin Viktoria Kühn. Schneider selbst sieht das anders: „Ich zähle mich schon noch zu den Jungen. Führungsspielerinnen sind bei uns Leute wie Yvo Rolland oder Romina Heßler“, sagt sie.
Eine der erfolgreichsten Torschützinnen
Immerhin: Mit ihren 46 Treffern gehört Schneider zu den erfolgreichsten Torschützinnen der TSG. Zufrieden ist sie damit aber nicht ganz. „Ich würde sagen, dass meine Runde genauso durchwachsen ist, wie die der gesamten Mannschaft.“ Die angehende Abiturientin gehört zu den „Dauerbrennern“ der TSG Friesenheim, stand als eine der wenigen Akteure im Kader bei jedem Spiel auf dem Parkett. Dafür setzte die TSG in den bisherigen 15 Partien auch schon 20 Spielerinnen ein. Große Konstanz konnte sich so noch nicht entwickeln.
Erfreulich: Gegen Kandel steht voraussichtlich der gesamte Kader der A-Jugend-Bundesliga zur Verfügung. „Dafür fehlt uns die ein oder andere Spielerin aus dem regulären Kader. Wirklich komplett sind wir wohl auch am Sonntag nicht“, vermutet Schneider.
Hinspiel-Klatsche wurmt noch
Dafür ist die Erinnerung an das Hinspiel noch durchaus präsent, denn erst im Dezember unterlagen die Friesenheimerinnen beim Tabellendritten. „Wir müssen uns gegenüber dem Hinspiel vor allem in der Abwehr steigern“, fordert sie von sich und ihren Nebenleuten. „44 Gegentore sind definitiv zu viel.“ Die Angriffsleistung sei hingegen mit 28 Treffern einigermaßen in Ordnung gewesen. „Aber auch da müssen wir weniger technische Fehler machen und unsere freien Würfe auch verwandeln.“ Klingt alles eigentlich ganz einfach.
Bleiben demnach nur die ungewohnten Begleitumstände. Spielbeginn in der ungeliebten Heinrich-Ries-Halle ist um 12 Uhr mittags. „Dort müssen wir ohne Harz spielen“, bedauert sie. Damit wird aus dem vermeintlichen Heimvorteil wieder ein ungleiches Duell, denn auch in der Kandeler Halle wird nicht geharzt. Und trotzdem brennt die TSG auf Revanche.
Am Samstag sind die Damen der VTV Mundenheim um 19.30 Uhr beim TV Bassenheim zu Gast. In der Oberliga der Herren spielen die VTV Mundenheim am Sonntag, 16 Uhr, bei der HSG Rhein-Nahe Bingen.