LUDWIGSHAFEN
Handball: Warum Alexander Falk, Rechtsaußen des Bundesligisten Eulen Ludwigshafen, im Kindergarten arbeitet
„Der Umgang mit Kindern macht mir Spaß. Das Studium will ich als Grundschullehrer beenden. Aber erst einmal steht der Handball im Vordergrund. Bei den Eulen habe ich noch zwei Jahre Vertrag. Da gehöre ich ja zum Inventar, wenn man mit vier Jahren bei den Minis angefangen hat“, sagt Falk.
Falk ist ein kleiner Star im Kindergarten. Die Kinder kennen ihn und wissen, dass er in der Bundesliga Handball spielt. Deshalb interessieren sich die Kinder dafür, wie sich der Rechtsaußen Woche für Woche mit seiner Mannschaft sportlich aus der Affäre zieht.
Zuletzt war das nicht ganz so erfolgreich. Denn die Eulen haben in Leipzig am Sonntag mit 27:32 und davor zu Hause gegen Lemgo 29:36 verloren. In beiden Spielen zusammen traf Falk nur einmal. Das liegt aktuell an seinen geringen Einsatzzeiten. Am Anfang der Saison hatte Alexander Falk gegenüber seinem Pendant Pascal Durak die Nase vorne. Dann ist der erfahrenere Durak an ihm vorbei gezogen. Falk: „Das ist kein Problem für mich. Pascal ist momentan richtig gut drauf. Hauptsache die Mannschaft gewinnt unterm Strich. Am Ende soll wieder der Klassenerhalt wie die zwei Spielzeiten zuvor stehen. Aber dafür müssen wir wieder mehr tun. Ich denke besonders an die Abwehrarbeit. Zuletzt haben wir die Aggressivität vermissen lassen. Das ist sonst unsere Stärke“, sagt Falk.
Zocker-Trio der Eulen
Alexander Falk mag es nicht zu verlieren – im Spiel oder in der Freizeit. Gewinnen will der Friesenheimer, der jetzt in Oggersheim wohnt, nämlich auch im Spiel an der Playstation mit seinen Mitspielern Dominik Mappes und Pascal Bührer. „Wir zocken gerne das Fifa Managerspiel. Jeder hat seinen eigenen Verein. Ich bin dann Bayern München. Da ist man zum Siegen verdammt“, verrät Falk schmunzelnd. Das Managerspiel ist nah an der Wirklichkeit, aber nicht ganz. Die derzeitige Hysterie um das Coronavirus spielt bei der Playstation keine Rolle. Doch Falk setzt sich damit auseinander. Denn er würde gerne wissen. ob die Bundesliga-Partie am 19. März gegen den Tabellenführer und Rekordmeister THW Kiel mit oder ohne Zuschauer in der Friedrich-Ebert-Halle ausgetragen wird. „Ein Handball-Bundesligaspiel ohne Zuschauer kann ich mir kaum vorstellen. Der Sport lebt von den Fans, und wir brauchen auch die Emotionen von außen für unser Spiel. Nach den Spielen haben wir immer Autogrammwünsche erfüllt. Das machen wir gerne. Das wird dann wohl auch wegfallen“, hofft Falk auf eine Lösung. Falk ist da nicht alleine. Auch die Spiele seiner Freundin Sarah Weiß sind nicht sicher. Sie spielt Handball beim TV Edigheim.