Ludwigshafen
Handball: VTV Mundenheim verlieren zum Saisonstart 20:21 gegen Zweibrücken
Zum Saisonauftakt der Oberliga haben die VTV Mundenheim gegen den SV 64 Zweibrücken mit 20:21 (12:11) verloren. Die Offensive der VTV ist noch steigerungsfähig. Es gibt aber Punkte, die Trainer Reckenthäler Mut machen.
Frustrierte Gastgeber auf der einen und ausgelassen tanzende Zweibrücker auf der anderen Seite. „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir haben alles umgesetzt, was wir uns für dieses Spiel vorgenommen hatten“, haderte VTV-Trainer Andreas Reckenthäler nach dem Schlusspfiff. Hinter ihm lagen 60 intensive Minuten, in denen zwar beide Mannschaften im Angriff noch reichlich Luft nach oben hatten, aber in Sachen Einsatz und Kampfbereitschaft schon auf höchstem Niveau angekommen waren. „Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen“, so Reckenthäler. Das wusste auch sein Gegenüber Stefan Bullacher: „Wer am Ende mit einem Tor vorne liegt hat immer glücklich gewonnen.“
Dabei hatten zunächst die Gastgeber leichte Vorteile, legten durch Benjamin Treiber und den starken Yannick Muth ein 2:0 (3.) vor – einer von nur vier Spielständen, bei denen mehr als ein Treffer zwischen beiden Mannschaften lag. Der SV 64 Zweibrücken benötigte knapp fünf Minuten und eine Überzahl bis zum ersten Treffer von Tim Schaller. Ab dann begann das zähe Ringen mit wechselnden Vorteilen, bei dem nur Nuancen am Ende den Unterschied ausmachten. Und die schienen zunächst auf Mundenheimer Seite zu sein. So musste der bis dahin ordentlich haltende Marko Ivankovic kurz vor der Halbzeit mit Magenkrämpfen aus dem Tor (24.), drehten die VTV ein 6:8 (19.) zur knappen Pausenführung und erwischten nach dem Wechsel den besseren Start.
Die VTV verpassen die Vorentscheidung
Gerade einmal drei Treffer gelangen den Gästen in der ersten Viertelstunde des zweiten Abschnitts. Zwar brannten auch die Mundenheimer nicht gerade ein Offensivfeuerwerk ab, aber sie legten ein 16:14 (46.) vor. Sie verpassten jedoch die Vorentscheidung. Die hatte zunächst Daniel Thielmann im Gegenstoß auf der Hand, dann scheiterten Simon Schleidweiler und Jan Zentgraf an Benedikt Berz im Zweibrücker Tor. Frust bei den jungen VTV, der sich in einer Strafzeit gegen Schleidweiler entlud. In Überzahl glich Zweibrücken wieder aus (17:17, 52.) – Entscheidung bis in die Schlussminuten vertagt.
Und hier hatte der SV 64 den längeren Atem. Huber traf zunächst zur ersten Führung im zweiten Durchgang (18:19, 58.) und als Schaller 51 Sekunden vor dem Ende auf 18:20 erhöhte, schien die Partie entschieden. Doch das war noch längst nicht so, denn Simon Schleidweiler benötigte nur 14 Sekunden, um erneut zu verkürzen. Bei angezeigtem Zeitspiel war es dann Huber, der die endgültige Entscheidung besorgte. Eine wichtige Erkenntnis nahm Reckenthäler mit aus der Partie: „Wenn wir 100 Prozent Einsatz zeigen, sind wir von jeder Mannschaft in der Oberliga schwer zu schlagen.“
So spielten sie
VTV Mundenheim: Klein, Kunz (zwei Siebenmeter) – Yannick Treiber (6/4), Muth (5), Simon Schleidweiler (3) – Pönisch, Benjamin Treiber (3) – Hopp – Zentgraf (1), Binnes, Aaron Schleidweiler (1), Thielmann (1), Schmieder
SV 64 Zweibrücken: Ivankovic, Berz (ab 24.) – Bayer (4), Eisel (1), Huber (6) – Hammann, Schaller (9/4) – Grieser – Schwarzer, Dettinger, Zellmer (1), Ihl, Alt, Wöschler
Spielfilm: 5:5 (14.), 6:8 (19.), 10:10 (27.), 12:11 Hz., 14:14 (43.), 16:14 (46.), 18:19 (58.), 20:21 Ende – Zeitstrafen: 4:5 – Siebenmeter: 4/4 – 4/4 – Beste Spieler: Muth, Simon Schleidweiler – Huber, Bayer - Zuschauer: 250 – Schiedsrichter: Fellinghauer/Schmidt (Weisenau).