Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: VTV Mundenheim vergeigt Spitzenspiel

Alles versucht: VTV-Trainer Thorsten Engert gibt Anweisungen an seine Spielerinnen.
Alles versucht: VTV-Trainer Thorsten Engert gibt Anweisungen an seine Spielerinnen. Foto: Marco Wille

Nach 60 intensiven Handballminuten triumphierte der Tabellenzweite: Im Spitzenspiel der Frauen-Handball-Oberliga unterlag die VTV Mundenheim am Samstag beim SV 64 Zweibrücken. Mit 27:23 (8:8) setzten sich die Zweibrückerinnen durch.

Dass die Partie auch zu Gunsten der Mundenheimerinnen hätte enden können, „wäre drin gewesen“, waren sich VTV-Trainer Thorsten Engert und SV-Trainer Rüdiger Lydorf einig. Warum sich Zweibrücken durchsetzte, zeige der Blick auf die Anzeigetafel, erklärte Engert: „Die gerade mal 23 Tore sind zu wenig, um hier gewinnen zu können. Mit den 27 Gegentoren kann ich sehr gut leben“, sagte er.

Eines der torgefährlichsten Teams der Liga

Immerhin ist Zweibrücken eines der torgefährlichsten Teams der Liga. Die Abwehr, das war unübersehbar, ist derzeit wichtigster Mundenheimer Mannschaftsteil. „Wir haben vor der Runde klar besprochen, dass wir so spielen wollen. Aus einer sehr stabilen Abwehr heraus ins schnelle Umschaltspiel kommen“, sagte Engert. Dass die Mannschaft das mittrage, sei ein Grund dafür, warum es bisher erfolgreich laufe.

Weil in Zweibrücken die Abwehr funktionierte, machten die Mundenheimerinnen den SV-Frauen das Siegen sehr schwer. Dass das 1:0 für die Gastgeberinnen erst nach sechs Minuten fiel, sagt viel über das Spiel aus. Beim Spielstand von 8:8 ging es in die Pause. Zweibrücken deckte offensiv 3-2-1, was den Gästen nicht behagte.

Was die Offensivleistungen anbelangte, konnten Engert und Lydorf übereinstimmend feststellen: „Wir haben zu viele Chancen nicht genutzt, zu viele technische Fehler gemacht.“ Was Engert fuchste: „Wir wollten nicht ins kurze Eck werfen. Aber immer wieder haben wir es gemacht und da stand die Torfrau.“

Kritische Phase

Die stabile Mundenheimer 6-0-Deckung hingegen funktionierte. Der Kampfgeist, der Mundenheim über 60 Minuten auszeichnete, offenbarte sich ab der 41. Minute. Zweibrücken hatte gerade den 12:13-Rückstand in einen 14:13-Vorsprung verwandelt. Frederike Götz musste für zwei Minuten vom Feld. Kurz nach ihr erwischte es Sofie Heiser. Die VTV war nach doppelter Unterzahl noch nicht wieder komplett, da ging Katja Gabriel auf die Strafbank und bekam wenige Augenblicke später Gesellschaft von Sandra Reis. Diese kritische Phase überstand die VTV sehr gut: 16:15 führten die Gastgeberinnen danach.

„Wir haben schlicht und ergreifend zu viele Chancen nicht genutzt“, urteilte Engert. Der ließ Zweibrückens Spielmacherin Lucie Krein nach dem 19:22-Rückstand durch Kim Böhme eng decken, setzte anschließend auf eine komplett offene Abwehr. Ohne Erfolg.

So spielten sie

SV 64 Zweibrücken: Zuzankva, Huber (Siebenmeter) – Schlicker (4), Krein (8/3), Frank (6/1) – Zägel, Pfeifer (1) – Worm (1) – Baus (1/1), Zimmermann Dzialoszynski (6), Sohns

VTV Mundenheim: Aulenbacher – Heiser (1), Wehr (1), Götz (3) – Böhme (1/1), Gabriel (3) – Köbele (3) – Reis (5), Tines, Butz (3/1), Wendler (3)

Spielfilm: 4:3 (17.), 8:7 (27.), 8:8 (Halbzeit) 11:12 (37.), 14:13 (39.), 16:13 (42.), 17:17 (51.), 20:17 (52.), 25:21 (58.), 27:23 (Ende – Siebenmeter: 7/5:3/2 – Zeitstrafen: 3:7 – Beste Spielerinnen: Zuzankova, Krein, Dzialoszynski – Aulenbacher, Reis – Zuschauer: 160 – Schiedsrichter: Müller/von Wolf (Osthofen/Saulheim).

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