Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: VTV Mundenheim feiert ersten Oberliga-Erfolg der Saison

Aaron Schleidweiler trifft in dieser Szene für Mundenheim.
Aaron Schleidweiler trifft in dieser Szene für Mundenheim. Foto: KUNZ

Erleichterung bei den Handballern der VTV Mundenheim. Mit einem 33:24 (19:12) über die HSG Rhein-Nahe Bingen gelang den Mundenheimern am dritten Spieltag nicht nur der erste Sieg in der Oberliga. Erstmals überzeugten die VTV auch in der Offensive.

„Wir haben jetzt zum dritten Mal weniger als 25 Gegentore bekommen“, lobte VTV-Trainer Andreas Reckenthäler. Die Defensive sollte der Schlüssel zum Erfolg sein. Erstmals trugen die Anstrengungen im Verbund aber auch in der Offensive Früchte, setzten sich die Mundenheimer früh im ersten Durchgang ab. Nach 13 Minuten lagen die Gastgeber bereits mit 8:4 in Führung. Aaron Schleidweiler (3), Dominik Hopp, Simon Schleidweiler, Yannick Muth und Benjamin Treiber waren erfolgreich. HSG-Trainer André Sikora-Schermuly zückte bereits nach fünf Minuten die grüne Karte, appellierte an die Einstellung seiner Spieler. Insgesamt vergebens. „Wir haben in keiner Phase des Spiels zu unserer Leistung gefunden“, haderte er später.

Mit zwei Ausnahmen, hätte er hinzufügen können. Maximilian Grethen und Henrik Walb waren von der VTV-Deckung und dem starken Nico Klein dahinter nie ganz auszuschalten. Insgesamt erzielte das Duo 17 der 24 Bingener Treffer, hatte maßgeblichen Anteil daran, dass es nach 18 Minuten 9:9-Unentschieden stand. Aus dem Konzept brachte das die VTV aber nicht. „Wir haben heute umgesetzt, was wir uns die Woche über vorgenommen haben“, freute sich Reckenthäler. Innerhalb von vier Minuten setzten sich die Mundenheimer wieder auf fünf Tore ab, lagen zur Halbzeit scheinbar sicher mit sieben Toren in Führung.

Starker Simon Schleidweiler

Scheinbar sicher, denn in der Vorwoche hatte Bingen bewiesen, dass die Mannschaft in der Lage ist, solche Spiele noch zu drehen. „Das war aber eine besondere Situation. Unsere Torhüter haben den Kasten vernagelt und im Angriff war jeder Schuss ein Treffer“, verglich Sikora-Schermuly. In Mundenheim gelang ein ähnliches Kunststück nicht, obwohl die Gäste den besseren Start hatten, die VTV beste Chancen ungenutzt ließen. Tim Schmieder beendete die Torflaute nach dem Seitenwechsel mit zwei Treffern (39./40.), legte noch zwei weitere Tore nach. „Ihn kannte ich gar nicht“, bekannte der Gästetrainer, während sich die Mundenheimer über den Anstieg der Formkurve des Rückkehrers freuen.

Zweiter Faktor und sogar noch ein wenig stärker war aber Simon Schleidweiler, der nach dem Seitenwechsel richtig heiß lief, sich bei sechs Versuchen nur einen Fehlwurf erlaubte und damit folgerichtig von den Zuschauern auch zur „Hornisse des Tages“ gewählt wurde. „Nach zwei Niederlagen standen wir heute schon unter Druck. Das war ein extrem wichtiger Sieg“, bekannte dieser, wollte das Lob aber nicht für sich allein in Anspruch nehmen. „Es ging nicht allein über die Angriffsleistung. Wir standen in der Abwehr im Verbund wieder richtig gut.“ Eben zum dritten Mal in dieser Saison bei weniger als 25 Gegentoren.

So spielten sie

VTV: Klein, Kunz (ein Siebenmeter) - Yannick Treiber, Muth (5), Simon Schleidweiler (8) - Pönisch (3), Zentgraf (2) - Aaron Schleidweiler (4) - Naas, Pfeil, Benjamin Treiber (4/3), Thilmann (1), Hopp (1), Schmieder (5)

Spielfilm: 8:4 (13.), 9:9 (18.), 14:9 (22.), 19:12 (30.), 19:15 (38.), 27:23 (51.), 33:24 - Zeitstrafen: 2/0 - Siebenmeter: 4/3 - 4/3 - Beste Spieler: Simon Schleidweiler, Muth, Zentgraf - Grethen, Walb - Zuschauer: 200 - Schiedsrichter: Hinkelmann/Ulzheimer (Itzenplitz/Quierschied).

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