Ludwigshafen Handball: VTV-Damen unter Wert geschlagen
«Ludwigshafen.» Eine couragierte Leistung genügte nicht. Letztlich ein wenig zu deutlich unterlagen die Damen der VTV Mundenheim dem Spitzenreiter der Handball-Oberliga, HSG Marpingen-Alsweiler, mit 29:36 (11:17).
„Das war eine enorme Leistungssteigerung“, lobte VTV-Trainerin Nicole Foß ihre Mannschaft, die den Spitzenreiter lange vor Probleme stellte. Sehr lange sogar. Neun Minuten vor der Pause verkürzte Kristina Schmieder mit ihrem zweiten Treffer auf 8:9. Drei Fehlwürfe, zwei technische Fehler, eine Torwartparade und ein Pfostentreffer in dieser Phase ermöglichten der HSG den beinahe schon entscheidenden Zwischenspurt, die VTV lagen zur Pause mit 11:17 zurück. Doch statt aufzustecken, drehten die VTV auf. Vor allem Schmieder war kaum zu stoppen. Vier Tore von ihr, drei Gegenstöße durch Ann-Katrin Ohler und es stand 19:22. Der Favorit wackelte. Ärgerlich, dass nun mehr und mehr die Unparteiischen die Weichen stellten. Bemerkenswert, dass Ohler, die beim Gegenstoß deutlich behindert wurde und verletzt liegenblieb, nicht den fälligen Strafwurf bekam. Noch bemerkenswerter, dass Stefan Olbrich und Thorsten Plattner das Spiel nicht für eine Verletzungspause unterbrachen, die HSG in den Positionsangriff brachten und so das 19:25 ermöglichten. Mundenheim steckte trotzdem nicht auf. „Wir konnten heute ohne Druck aufspielen“, wusste Foß. Und so wurde es vier Minuten vor Ende noch einmal eng. Ohlers traf zum 28:32 (57.) und eroberte mit dem nächsten Angriff den Ball. Nach Ansicht der Unparteiischen irregulär. Ohlers musste raus. Die HSG schoss doch noch den erwartet deutlichen Sieg heraus. „Ich bin zufrieden“, kommentierte die VTV-Trainerin. Sicher seien es ein paar verworfene freie Bälle zu viel gewesen. „Aber Marpingen hat die stärkste Torfrau der Liga. Und sie kannte unsere Wurfbilder offensichtlich.“ Ärgerlich fand sie die Schiedsrichterleistung: „Da waren fragwürdige Entscheidungen dabei – und immer zu unserem Nachteil.“ Im Mittelpunkt stand aber die eigene Leistung. „Die müssen wir jetzt auch in den kommenden Wochen abrufen.“ So spielten sie VTV Mundenheim: Meiszis, Wilde (31.-45.) - Schmieder (8), Wehr (4), Götz - Ohler (6), Böhme (2/1) - Heiser (5) - Geib (1), Hörner, Mayer (1), Köbele (2) Spielfilm: 0:3 (5.), 7:7 (18.), 8:9 (21.), 11:17 Hz, 19:22 (39.), 20:28 (45.), 24:32 (53.), 28:32 (57.), 29:36 Ende - Zeitstrafen: 5:3 – Siebenmeter: 1/1 - 6/4 - Beste Spielerinnen: Schmieder, Heiser, Mayer – Müller, Hartz – Zuschauer: 40 – Schiedsrichter: Olbrich/Plattner (Mendig/Vallendar).