Ludwigshafen Handball: TSG-Aufholjagd mit einem Punkt belohnt

«LUDWIGSHAFEN.»Noch muss die A-Jugend des Handball-Bundesligisten Eulen Ludwigshafen auf den ersten Saisonsieg warten. Gegen den deutschen Meister HSG Dutenhofen-Münchholzhausen hat sich das Team nach einer starken zweiten Halbzeit am Ende mit einem 26:26 (8:14) zufrieden geben müssen.
Drei Sekunden vor dem Abpfiff zeigten die beiden Unparteiischen nach einem Foul von Niklas Schwarz auf den Siebenmeter-Strich. Tristan Funk, mit acht Toren erfolgreichster Schütze der Gäste, ließ sich die Chance nicht nehmen und verhinderte die erste Saisonniederlage der HSG. Die Mittelhessen kamen in Friesenheim mit einem blauen Auge davon. Für die TSG war mehr drin. Sie führte in der 41. Minute mit 17:15, konnte sich aber nicht entscheidend absetzen. Auch nach dem Ausgleich von Nils Röller zum 23:23 gelang dies nicht. Erst der Doppelschlag von Nasgowitz zum 25:25 und 26:25 ließen die Hoffnungen auf den ersten doppelten Punktgewinn aufkeimen. „Es ist ärgerlich, dass wir den zweiten Punkt nicht geholt haben, aber uns hatte niemand auch nur einen Punkt zugetraut. Ich glaube, es geht weiter aufwärts“, sagte Kapitän Bastian Wilbrandt. Immerhin war es die zweite Partie in Folge, in der die TSG punktete. Dabei standen die Vorzeichen gar nicht so günstig. Trainer Peter Geiger musste auf etliche Leistungsträger verzichten. Leon Hoblaj, Dominik Lenz, Leon Pfeil und Paul Schutzius fehlten. Dennoch schlug sich die Mannschaft tapfer. Doch sah es zu Beginn nicht allzu rosig aus. Schon nach zwölf Minuten lag die TSG 1:6 zurück, und nach 22 Minuten heiß es 6:11. Das Rückzugverhalten der TSG war miserabel. Nach technischen Fehlern nutzten die Gäste stets die Gelegenheit zu Tempogegenstößen. Außerdem hatte Kevin Wagner zwischen dem Pfosten der TSG alle Hände voll zu tun. Das blieb bis zur Pause so. Dafür fruchtete die Kabinenpredigt von Geiger. Mit einem beeindruckenden 7:0-Lauf machte Friesenheim aus einem 8:14-Rückstand eine 15:14-Führung. Die Abwehr ging deutlich aggressiver zur Sache, die schlampigen Abspiele und Ballverluste blieben aus und der Eulen-Nachwuchs agierte plötzlich auf Augenhöhe mit den favorisierten Gästen. „Wetzlar hat uns wohl auf die leichte Schulter genommen. Dennoch hat meine Mannschaft gezeigt, wozu sie mit Leidenschaft und Kampf in der Lage ist“, sagte Geiger. TSG Friesenheim: Wagner, Cule (bei einem Siebenmeter) – Nasgowitz (10/3), Bastian Wilbrandt (6/2), Knobel (2) – Schwarz (3), Metz (1) – Kerber (2) – Luka Wilbrandt, Röller (2), Jäger. Spielfilm: 1:6 (12.), 5:8 (17.), 6:11 (23.), 8:14 (30.) 15:14 (39.), 17:17 (42.), 18:20 (46.), 20:21 (52.) 23:23 (56.), 26:25 (60.) 26:26 (60.) - Siebenmeter: 6/5 – 4/4 - Zeitstrafen: 4:5 - Beste Spieler: Nasgowitz, Bastian Wilbrandt, Wagner – Wasberg, Funk - Zuschauer: 60 - Schiedsrichter: Jaros/Thrun (Lauterstein).