Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: Trainerin und Nachwuchskoordinatorin Viktoriya Kühn verlässt die TSG Friesenheim

Genoss hohes Ansehen bei den Spielerinnen, verlässt aber die TSG Friesenheim: Trainerin Viktoriya Kühn.
Genoss hohes Ansehen bei den Spielerinnen, verlässt aber die TSG Friesenheim: Trainerin Viktoriya Kühn.

Die TSG Friesenheim muss sich im Bereich des weiblichen Handballs neu aufstellen. Viktoriya Kühn, die seit knapp zwei Jahren das Sagen hatte, lehnte eine Verlängerung ihres Vertrages aus persönlichen Gründen ab. Ihr Nachfolger als Nachwuchskoordinator und Trainer der A-Jugend ist Jürgen Meisel. Wer die Damenmannschaft künftig trainiert, ist noch offen.

Die Partie gegen den deutschen Meister Borussia Dortmund war Viktoriya Kühns letzte als Trainerin der weiblichen A-Jugend in der Bundesliga vor heimischer Kulisse. Nach der Begegnung gab sie ihre Entscheidung bekannt, nach dem Vertragsende am 31. März der TSG Friesenheim als Trainerin der Damen und A-Jugend sowie als Nachwuchskoordinatorin nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Dies bestätigte auf Nachfrage Martin Buschsieper, der Abteilungsleiter für den weiblichen Handball. „Wir hätten sehr gerne mit ihr weitergemacht, aber sie hat eine Vertragsverlängerung abgelehnt“, sagte Buschsieper.

Er selbst kündigte ebenfalls seinen Rücktritt als Co-Trainer bei den Damen und der weiblichen A-Jugend zum Saisonende an. „Aus familiären Gründen“, sagte Buschsieper und betonte zugleich, dass seine Traineraufgaben sich aus zeitlichen Gründen nicht mit der Funktion des Abteilungsleiters vereinbaren lassen. Abteilungsleiter wird er bleiben. Über den Abgang von Kühn ist Buschsieper traurig. Die in Karlsruhe-Ettlingen lebende ehemalige Profihandballerin und A-Lizenz-Trainerin wollte auf die Gründe für ihre Entscheidung nicht näher eingehen. Buschsieper vermutet ebenfalls familiäre Aspekte und die lange Anfahrt von Karlsruhe nach Ludwigshafen. Ihr Entschluss komme überraschend.

Jürgen Meisel kehrt nach Friesenheim zurück

Kühn hatte die Neukonzeption gemeinsam mit Buschsieper eingeleitet und mit dem personellen Umbruch die intensive Förderung des eigenen Nachwuchses forciert. Das Ziel ist, die weibliche A-Jugend in der Bundesliga zu etablieren und die Damen mittelfristig in die Dritte Liga zu führen. Kühn, die auch als Auswahltrainerin im rheinland-pfälzischen Mädchenhandball tätig war, hinterlässt eine große Lücke. Sie genoss bei den Spielerinnen ein hohes Ansehen. „Viks Abgang ist ein herber Verlust. Sie hat wirklich gut zu unserer Mannschaft gepasst und uns individuell vorangebracht. Das war sehr wichtig, da wir eine sehr junge Mannschaft sind“, sagte Spielführerin Emma Wilhelm.

Die Nachfolge von Kühn als Nachwuchskoordinator und Coach der A-Jugend wird Jürgen Meisel antreten. Der B-Lizenz-Inhaber ist kein Unbekannter bei der TSG, da er von 2014 bis 2018 bereits dort tätig war. Der Lehrer an der Berufsbildenden Schule Wirtschaft I in Ludwigshafen und Dozent an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Mannheim ist aktuell noch als Trainer der weiblichen D- und B-Jugend beim hessischen Traditionsverein TSV Birkenau tätig. Für Meisel ist es eine Rückkehr an seine frühere Wirkungsstätte. Unklar ist noch die Nachfolgeregelung bei den Oberliga-Damen. „Wir sind uns mit einem Kandidaten einig, aber so lange der Vertrag nicht unterschrieben ist, können wir noch keinen Vollzug melden“, bat Buschsieper um Verständnis. Zugleich bestätigte er, dass Yvonne Rolland als spielende Co-Trainerin ihren Vertrag bei der TSG verlängert hat.

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