Ludwigshafen Handball: Rote Karte bremst VTV-Damen aus

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«Ludwigshafen.»Im Lokalderby der Handball-Oberliga mussten sich die Damen der VTV Mundenheim mit einem 24:24 (13:11) gegen den Aufsteiger TG Waldsee begnügen. Letztlich ein glücklicher Punktgewinn. Den Damen aus Waldsee gelang damit zumindest eine Teil-Revanche für die deutliche Niederlage im Halbfinale des Pfalzpokals.

Gerade einmal drei Wochen ist es her, da fegten die Mundenheimerinnen Waldsee mit 30:22 aus der Halle, zogen ins Pfalzpokal-Finale ein. Nun sicherte Kristina Schmieder mit ihrem Tor 131 Sekunden vor dem Ende zumindest das 24:24. Ihr letzter Versuch direkt vor dem Schlusspfiff landete im Block. Entscheidender Unterschied zwischen den beiden Spielen war das Fehlen von Anna Butz auf Mundenheimer Seite, die im Pokal noch zentrale Ballverteilerin war, aber im Punktspiel erkrankt fehlte. Trotzdem hatten die VTV nach dem Seitenwechsel die Trümpfe in der Hand, führten nach einer Sechser-Serie mit 19:13 (36.) und hatten über Ann-Katrin Müller im Gegenstoß das 20:13 und damit wohl schon die Vorentscheidung in der Hand. Tatsächlich war der Gegenstoß Knackpunkt der Partie. Waldsees Bea Demski hatte sich im Laufduell vor die Mundenheimerin geschoben und die erfahrenen Schiedsrichterinnen Aleksandra Jelicic und Andrea Zintel interpretierten Müllers Bewegung als Stoß und schickten sie mit der Roten Karte vom Feld. „Danach war ein Bruch in unserem Spiel“, sagte VTV-Trainerin Nicole Foß über die folgenden zwölf Minuten ohne eigenen Treffer, beendet erst von der B-Jugendlichen Hanna Weingarte, die zum 20:19 (48.) traf. Besonders ärgerlich aus Mundenheimer Sicht, denn nach der nervösen Anfangsphase hatten die Gastgeberinnen das Spiel im Griff. „Wir waren in der Abwehr zu passiv, haben zu große Lücken gelassen“, schimpfte Foß über den Auftakt, hatte aber auch ein kleines bisschen Verständnis: „Die Aufstellung ohne Anna Butz und Tatjana Geib war ungewohnt. Vielleicht waren wir deshalb nervös.“ Und die Torhüterleistung war in der Anfangsviertelstunde auf beiden Seiten ebenfalls kein Faktor. Nach dem 6:9 (13.) steigerte sich aber die Abwehr und in gleichem Maße auch Katrin Meiszis im VTV-Tor. Ein parierter Siebenmeter gegen Lea Eckrich (15.) und vier weitere gehaltene Bälle waren ihr Beitrag. So machte Mundenheim aus dem Rückstand eine 13:10-Führung und führte zur Pause, und vor allem danach, scheinbar sicher. Scheinbar. „Wir verwerten einfach in den entscheidenden Phasen unsere Torchancen nicht, deshalb geht das Unentschieden am Ende in Ordnung“, so Nicole Foß, die sich am Ende bei der eingewechselten Torhüterin Antje Wilde bedanken durfte, dass es beim Unentschieden blieb. So spielten sie VTV Mundenheim: Meiszis, Wilde (ab 31.) – Schmieder (6), Wehr (4), Götz (1) - Müller (2), Böhme (6/3) – Köbele - Heiser (1), Weingarte (2), Heidger Spielfilm: 6:9 (13.), 12:10 (22.), 13:11 (Hz.), 19:13 (36.), 19:19 (48.), 23:24 (58.), 24:24 (Ende) – Zeitstrafen: 1:2 – Rote Karte: Müller (37. Disqualifikation) - Siebenmeter: 4/3 – 3/2 – Beste Spieler: Wilde, Wehr – Schwarz, Ebel – Zuschauer: 100 – Schiedsrichter: Jelicic/Zintel (Püttlingen).

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