Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: Pfeil trifft ins Schwarze

Eine Pflichtaufgabe steht den VTV Mundenheim bevor.
Eine Pflichtaufgabe steht den VTV Mundenheim bevor. Foto: TreptoC

Nach zuletzt zwei Auswärtsspielen haben die VTV Mundenheim am Samstag wieder Heimrecht. Gegen Aufsteiger HC Dillingen/Diefflen, Schlusslicht der Handball-Oberliga, sollte ein Sieg herausspringen (Spielbeginn: 18 Uhr) – zumal die VTV vergangene Woche für Aufsehen sorgten.

Mit seinen zwölf Treffern beim Sieg gegen die VTZ Saarpfalz schoss sich Leonnard Pfeil auf den dritten Platz der internen Torschützenliste beim Handball-Oberligisten VTV Mundenheim. Das ist besonders bemerkenswert, weil der 20-Jährige in den ersten drei Saisonspielen noch mit seiner schweren Schulterverletzung aus dem Vorjahr pausieren musste. Pfeil ist auch am Samstag gefordert. „Wir müssen gegen Dillingen nachlegen“, fordert er selbst von sich und seinen Mannschaftskollegen.“

Ein Jahr verletzt

Bis auf leichte muskuläre Probleme durch die wiederaufgenommene Trainingsbelastung ist seine Schulterverletzung mittlerweile voll ausgeheilt, berichtet er. „Natürlich bin ich noch nicht wieder bei 100 Prozent, aber immerhin habe ich keine Schmerzen mehr“, sagt er selbst. Am 13. Oktober 2018 war er im Derby gegen die HSG Eckbachtal unglücklich auf die Schulter gefallen. „Ich bin eben sehr ehrgeizig und habe mit dem letzten Einsatz versucht, den Ball noch zu erlaufen“, erinnert er sich noch gut an die Szene, die zu seiner Verletzung führte. „Mittlerweile bin ich da cleverer geworden.“

Überhaupt richtet Pfeil den Blick lieber nach vorne. Auch die zwölf Tore gegen Saarpfalz sind mittlerweile abgehakt. „Für so viel Tore muss einfach alles passen und am Sonntag hat es halt gepasst“, sagt er. Viel wichtiger sei aber das Spiel am Samstag. Hier müssen die Mundenheimer erneut auf der Mittelposition umbauen. Nach dem Wechsel von Yannick Muth nach Leutershausen hat sich Nachfolger Timo Naas am Sonntag am Innenband verletzt, fällt zumindest in den kommenden Wochen aus. „Aber wir haben noch immer einige Alternativen“, sagt Pfeil und verweist etwa auf Yannick und Benjamin Treiber, die ebenfalls die Spielmacherposition ausfüllen können.

Selbstbewusste Mundenheimer

Viel wichtiger als die Personalien sei ohnehin die Einstellung gegen das Schlusslicht. Alle VTV-Akteure sollten vor Übermut gewarnt sein. So unterlag der Aufsteiger in der Vorwoche nur mit einem Tor gegen die HF Illtal. „Wir können die Aufgabe mit Selbstvertrauen angehen und müssen unsere Leistung abrufen“, nimmt Pfeil sich selbst aber auch seine Mitspieler in die Pflicht.

Pflichtbewusst ist er ohnehin. Das hat er von zu Hause mitbekommen. Vater Michael spielte eins erfolgreich für die TSG Friesenheim. Er gilt bis heute als der Held von Amorbach. Pfeil warf die TSG damals mit seinem entscheidenden Tor in die Zweite Bundesliga. Danach arbeite er überwiegend erfolgreich als Trainer.

Die Damen der VTV Mundenheim wollen Zuhause gegen die HSG Arzheim/Moselweiß den zuletzt positiven Trend fortsetzen (ab 20 Uhr). Ebenfalls um 20 Uhr spielen die Damen der TSG Friesenheim im TSG-Sportzentrum gegen den TV Bassenheim.

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