Ludwigshafen
Handball-Oberligist VTV Mundenheim siegt gegen Bundesliga-Reserve
Die Standortbestimmung ist geglückt: Eine 26:29-Niederlage gegen den ambitionierten Bayernligisten HSC Coburg II und ein 31:26-Erfolg über die Bundesligareserve des TV Bittenfeld machten Handball-Oberligist VTV Mundenheim zwei Wochen vor Saisonstart zum Sieger des ersten eigenen Vorbereitungsturniers.
VTV-Trainer Andreas Reckenthäler war zufrieden. „Insgesamt war die Leistung, die wir gezeigt haben in Ordnung“, sagte Reckenthäler – mit Einschränkungen allerdings. Die Niederlage gegen den Drittliga-Absteiger Coburg, der mit Macht wieder zurück in Liga drei möchte, konnte ihm phasenweise, vor allem im ersten Durchgang, überhaupt nicht gefallen. „Insgesamt hatten wir in diesem Spiel zu viele technische Fehler und dadurch zu viele Gegenstöße bekommen. Mir hat die Leidenschaft und die Bereitschaft in der Abwehr gefehlt“, kritisierte er. Immerhin steigerten sich die Angriffsreihen der Mundenheimer im zweiten Durchgang, zeigten Flexibilität und Tempo, die die VTV mit Yannick Muth und Yannick Treiber auf der Spielmacherposition im Wechsel auf die Platte bringen können. Außerdem knüpft Benjamin Treiber an lange nicht mehr gesehene Spielfreude an. Timo Naas und Dominic Hopp sind zudem nach ihrer langen Verletzung in der Vorsaison mittlerweile deutlich besser ins Spiel eingebunden.
Reckenthälers Pläne mit Tim Schmieder
Das gilt auch für Tim Schmieder, der vor dieser Saison von Drittligist TSG Haßloch, wo er verletzungsbedingt kaum zum Einsatz gekommen war, zu seinem Ausbildungsverein zurückgekehrt ist. „Wir kennen seine Qualitäten. Was ihm im Moment vor allem fehlt ist das Selbstvertrauen“, bilanzierte Trainer Reckenthäler. Er war vor allem von Schmieders Leistung im zweitem Spiel gegen den TV Bittenfeld angetan. „Das war ein Schritt in die richtige Richtung. Darauf werden wir in den kommenden zwei Wochen anknüpfen. Dann wird Tim uns auch während der Runde weiterhelfen können“, ist der VTV-Coach überzeugt.
HSC Coburg springt kurzfristig ein
Dankbar war Andreas Reckenthäler dem HSC Coburg, der kurzfristig als Vorbereitungsgegner für den eigentlich eingeplanten FC St. Pauli eingesprungen war. „Ich hatte in dieser Woche mit HSC-Jugendkoordinator Martin Röhrig telefoniert. Der hat den Kontakt hergestellt und dann lief das problemlos.“ Die Freundschaft zum TV Bittenfeld bestehe hingegen schon länger.