Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: Oberliga-Derby abgesagt – Punkte gehen an VTV Mundenheim

Szene aus dem Derby vom Februar. Die für Samstag geplante Partie fällt jedoch aus.
Szene aus dem Derby vom Februar. Die für Samstag geplante Partie fällt jedoch aus. Archivfoto: KUNZ

Das für Samstag angesetzte Lokalderby in der Handball-Oberliga zwischen den Damen der TSG Friesenheim und den VTV Mundenheim wurde von der TSG abgesagt. Damit gehen die Punkte kampflos an die VTV. Glücklich ist damit keine der beiden Seiten.

Weil die weibliche A-Jugend der TSG bereits am Samstag zum Bundesliga-Auswärtsspiel beim Thüringer HC anreist, stehen diese Spielerinnen nicht für den Oberliga-Kader zur Verfügung. Alternativtermine noch in diesem Jahr fanden nicht die Zustimmung der VTV. Man hätte an den Wochenendterminen nicht in Bestbesetzung antreten können und unter der Woche hätte die Mannschaft aus größtenteils berufstätigen Spielerinnen gegenüber einer Truppe aus Schülerinnen und Studentinnen Nachteile befürchtet, sagt VTV-Handballabteilungsleiter Erik Neßling.

Der Ärger von Martin Buschsieper, verantwortlich für den Damenbereich bei den Friesenheimern, richtet sich nicht gegen die Mundenheimer: „Ich habe ausdrücklich kein Problem mit den VTV. Ich ärgere mich über unseren Verband.“ So sei es Richtlinie des DHB, Spiele in der Dritten Liga an Spieltagen der Juniorinnen-Bundesliga auszusetzen, weil dort auch die Nachwuchskräfte zum Einsatz kommen sollen. „Unsere Gegnerinnen spielen mit den Damen in der Dritten Liga. Nur die Oberliga geht dieses Konzept des DHB nicht mit.“

TSG muss auch Geldstrafe zahlen

Gemeinsam mit Neßling ist Buschsieper um Deeskalation bemüht. Immerhin ist das handballerische Verhältnis zwischen den beiden Vereinen nicht gänzlich unbelastet. „Wir sind der TSG schon entgegengekommen“, betont Neßling. Beispielsweise habe man vor der Runde auf Friesenheimer Anfrage schon das Heimrecht getauscht. Die Anfrage auf eine Spielverlegung vor rund drei Wochen sei zu kurzfristig gewesen. Ein letzter Versuch, nachdem der Verband einen Nachholtermin bis zum Rundenende eingeräumt hatte, sei dann geplatzt. „Ich wollte die Mannschaft dazu am Samstag befragen, aber dann kam schon die Absage von der TSG“, sagt Neßling. „Es gab eben einfach keinen Weg“, so Buschsieper.

Von der Geschäftsstelle der Oberliga gab es keine Stellungnahme. „Das ist eine Sache zwischen den beteiligten Vereinen“, hieß es auf Anfrage. Zu den verlorenen Punkten wartet auf die TSG noch eine Geldstrafe.

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