Ludwigshafen Handball: Mundenheim besteht Charaktertest

«LUDWIGSHAFEN.» Nur eine Woche nach der knappen Niederlage bei der HSG Rhein-Nahe Bingen haben sich die VTV Mundenheim mit einer starken Leistung gegen den bisher punktgleichen Tabellennachbarn TV 03 Mühlheim zurückgemeldet. Mit 39:36 (18:17) bezwang die Mannschaft von Trainer Andreas Reckenthäler die Rheinländer und darf in der Liga wieder auf das obere Tabellendrittel blicken.
Nach dem Abpfiff musste Andreas Reckenthäler tief durchatmen. Die Erleichterung war ihm nach dem Sieg gegen den unmittelbaren und bisher punktgleichen Tabellennachbarn deutlich anzumerken. „Nach zwei verlorenen Spielen sind wir schon froh, wenn uns wieder ein Sieg gelingt“, meinte Reckenthäler. Es ging für Mundenheim um mehr als nur zwei Punkte. Die Frage lautete ganz einfach: „Geht es in der Tabelle nach oben oder nach unten?“ Da gab es nach den 60 Minuten keine Zweifel. Die VTV befinden sich im Aufwind. Die Leidenschaft und der Kampf stimmten. Auch taktisch setzte die Mannschaft die Vorgaben des Trainers um. „Wir haben heute sehr vieles richtig gemacht. Das stimmt mich trotz einiger personeller Ausfälle positiv“, meinte Reckenthäler. Einziges Manko war die Defensive. Das war auch der Grund, weshalb sich die Gastgeber nicht rechtzeitig absetzen konnten. Erst als David Oetzel im rechten Rückraum mit einem Doppelschlag zum 7:5 traf, glaubte man, den Gegner in den Griff zu bekommen. Das war ein Irrtum, denn Max Zerwas, der Torjäger der Rheinländer, war nicht zu stoppen. „Gegen ihn, der zu den Toptorschützen der Liga zählt, und Philipp Schwenzer, einer besten Kreisläufer, haben wir einfach keinen Zugriff bekommen“, haderte Reckenthäler. Das zwang ihn zu einer Systemumstellung. Mit einer offensiv ausgerichteten Drei-zwei-eins-Deckung zog Mundenheim auf 15:11 durch den überragenden Simon Schleidweiler davon. Die VTV waren nun nicht zu bremsen. Sie forcierten immer wieder das Tempo. Nach der Zeitstrafe für Dominik Hopp rückte Simon Schleidweiler in den Fokus. Dessen Würfe aus der zweiten Reihe schlugen wie eine Bombe im gegnerischen Tor ein. Auch wenn die Gäste bis zum Halbzeitpfiff bis auf ein Tor herankamen, ließ Mundenheim danach nichts anbrennen. „Wichtig war mir auch, dass wir immer wieder die richtige Lösung gefunden haben“, sagte Reckenthäler: „Wir haben den fünften Platz in der Liga nicht aus den Augen verloren. Die Mannschaft hat die Qualität, auch wenn wir bisher noch kein Spiel mit unserem kompletten Kader bestreiten konnten.“ So spielten Sie VTV Mundenheim: Kunz (1. - 9, bei zwei Siebenmetern), Klein (ab 10.) - Oetzel (4), Treiber (8/3), Simon Schleidweiler (7) - Schutzius (4), Binnes (5) - Aaron Schleidweiler (7) - Arentz (1), Hopp, Zentgraf (1), Muth, Pönisch (2), Naas Spielfilm: 5:5 (7.), 9:8 (11.), 13:10 (17.), 17:14 (24.), 17:17 (29.), 18:17 (Hz.), 25:21 (38.), 29:24 (45.), 31:25 (48.), 33:29 (51.), 38:34 (58.) 39:36 (60.) - Zeitstrafen: 3/1 - Siebenmeter: 6/5 - 3/3 - Beste Spieler: Treiber, Simon und Aaron Schleidweiler - Zerwas, Schwenzer - Zuschauer: 50 - Schiedsrichter: Saul/Kull (Osthofen/Bingen).