Ludwigshafen
Handball: In der Pfalzliga trennen sich die TG Oggersheim und die TSG Friesenheim II 24:24
Die TG Oggersheim darf auf einen Verbleib in der Handball-Pfalzliga hoffen. Im Derby gegen die TSG Friesenheim II hat die Mannschaft von Spielertrainer Rene Fischer nach über vier Monaten der Erfolglosigkeit beim 24:24 (13:12) einen Punkt geholt.
Der 27-jährige Fischer stand erstmals gegen seinen Ex-Verein, mit dem er in der Jugend um die deutsche Meisterschaft spielte, an der Seitenlinie. Die TG Oggersheim, die er zu Saisonbeginn übernahm, kämpft um den Ligaverbleib. Nach dem Abpfiff fiel dem einstigen Kreisläufer, der zur Entlastung von Peter Stottka einige Minuten auf dem Feld stand, ein Stein vom Herzen. „Ich habe den Jungs gesagt, dass wir eine Chance haben, wenn wir alles geben“, erklärte Fischer.
Die erste Möglichkeit hat die TG genutzt. Nach einem 6:11-Rückstand drehten Schreiber und Co. mächtig auf, ließen der TSG nur wenig Möglichkeiten und führten zur Pause 13:12. Auch deswegen, weil Friesenheim in der Defensive gegen die erfahrenen Gastgeber nicht konsequent agierte. „Das hat mir nicht gefallen, die Körpersprache war nicht gut. Wenn man so klar führt, darf man nicht mehr so ins Hintertreffen geraten“, sagte TSG-Trainer Gabriel Schmiedt. Der Slowake vermisste bei seinem Team die Cleverness.
Nils Berg sorgt für den Endstand
Ein Lichtblick war die Einwechslung von Luka Wilbrandt, der seine Mannschaft im zweiten Abschnitt im Spiel hielt und mit Kreisläufer Erik Hannes nach dem 18:18 von Marcel Reis wieder für die Führung der Gäste sorgte. Friesenheim ließ danach zunächst nichts anbrennen und hielt Oggersheim auf Distanz. Spätestens nach dem 22:19 von Wilbrandt schien dem Gastgeber die Luft auszugehen.
Angefeuert von den wenigen Fans kam das Team um Spielmacher Alexander Schreiber immer wieder nach erfolgreichen Eins-gegen-eins-Situationen zum Torerfolg. Oggersheim zeigte viel Leidenschaft und Moral, während Friesenheim den letzten Biss in der Defensive vermissen ließ. Schreiber glich zum 22:22 aus. Es blieb spannend bis zum Ende. Während Erik Hannes die TSG nach einem erneuten Abpraller 24:23 in Front brachte, gelang Nils Berg nach grandiosem Rückhandpass von Schreiber der Ausgleich. „Wenn wir so weiter machen, können wir in der Liga bleiben“, sagte Fischer.
So spielten Sie
TG Oggersheim: Boudgoust, Rautenberg (bei einem Siebenmeter) – Furkan Tok (6), Schreiber (9/4), Tayfun Tok (1) – Wegmann (1), Deichsel – Stottko (4) – Karduck (2), Grumbach, Götz, Fischer, Berg (1).
TSG Friesenheim II: Cule (31.-60.), Wagner (1.-30.) – Weiß (8/3), Reis (3), Räuber (1) – Kochendörfer, Eckel (2) - Rogawski (2) – Friedmann (1), Hannes (2), Wilbrandt (5), Blohm, Illic.
Spielfilm: 2:3 (7.), 6:9 (17.), 6:11 (20.), 10:11 (27.), 13:12 (30.), 15:14 (36.), 17:17 (41.), 18:19 (44.), 19:22 (48.), 22:22 (52.), 24:24 (60.). – Zeitstrafen: 4 – 7 – Siebenmeter: 5/4 – 4/3 – Beste Spieler: Schreiber, Furkan Tok – Wilbrandt, Hannes – Zuschauer: 80 – Schiedsrichter: Bosse/Entenmann (Kaiserslautern/Göllheim).