Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: Friesenheims Oberliga-Frauen bezwingen Favoriten Kandel

Jana Stolle trifft für Friesenheim.
Jana Stolle trifft für Friesenheim. Foto: KUNZ

Mit einer tollen Energieleistung bezwangen die Damen der TSG Friesenheim den TSV Kandel mit 26:23 (10:9). Damit verschafften sich die Friesenheimerinnen Luft zum Tabellenkeller der Handballoberliga. Für den Tabellendritten Kandel war die Niederlage ein herber Rückschlag im Titelrennen.

Am Ende lagen sich alle Friesenheimerinnen in den Armen. Kern der Jubeltraube war Torhüterin Jaqueline Wegner. „Sie war überragend“, lobte Trainerin Vik Kühn ihre Torfrau, die nicht nur zehn freie Bälle und zwei Siebenmeter pariert hatte, sondern an diesem Tag bei neun Pfostentreffern der Gäste das Glück auf ihrer Seite hatte.

Ansonsten verdienten sich alle Friesenheimerinnen Bestnoten in Sachen Einsatz. Immerhin war es das wirklich letzte Aufgebot, das Kühn auf die Platte schickte. Mit Hanna Rudolph saß nur eine personelle Alternative auf der Bank. Und auch die war längst nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte. Umso wichtiger, dass Celine Hemmers sich von einer Rückkehr vom sportlichen Altenteil überzeugen ließ, gegen Kandel vor allem in der Deckung gleich zu einem wichtigen Faktor wurde.

Probleme mit Abschluss

Mit dem Toreschießen taten sich beide Mannschaften lange schwer. Nach einer Viertelstunde stand es nur 3:3, weil auf der einen Seite Jaqueline Wegner vor allem die Würfe von den Außenpositionen gut unter Kontrolle hatte und die Gastgeberinnen auf der anderen Seite schlampig mit den gut herausgespielten Chancen umgingen. Immerhin ging es mit einer knappen Führung in die Pause. Lara Schneider nutzte die verbleibenden acht Sekunden nach dem 9:9-Ausgleichstreffer, zog aus fast zwölf Metern ab und überraschte damit Kandels Torfrau Lena Dettling. Das Tor stand sinnbildlich für den Spielverlauf, denn auf der einen Sache standen die hellwachen Friesenheimerinnen und auf der anderen Seite eine Spitzenmannschaft, die vor allem mit sich selbst beschäftigt war.

Ein Eindruck, der sich im zweiten Durchgang noch verstärken sollte. In den zehn Minuten nach der Pause setzten sich die Eulen-Amazonen auf sechs Tore, 17:11 (41.), ab, verwalteten den Vorsprung im Anschluss auf möglichst kräftesparende Weise mit langen Angriffen und immer wieder energischen Abschlüssen, egal ob durch Angelina Schreyer, Romina Heßler oder Spielmacherin Yvonne Rolland. Und trotzdem wurde es noch einmal eng, denn mit den nachlassenden Kräften häuften sich die technischen Fehler, kam Kandel immer wieder zu Gegenstößen und verkürzte auf 22:21 (26.). Tore von Rolland und Schreyer beantworteten die Aufholjagd. „Wir hatten einige technische Fehler, aber vom Einsatz her war das von uns eine super Leistung“, sagte die TSG-Trainerin.

So spielten sie

Friesenheim: Aulenbacher, Wegner - Schreyer (8/3), Rolland (3), Heßler (6) - Stolle (2), Schneider (4) - Hemmers - Rudolph (3) - Spielfilm: 3:3 (14.), 6:3 (18.), 6:5 (20.), 7:8 (27.), 10:9 (30.), 16:10 (39.), 18:15 (45.), 22:16 (49.), 22:21 (56.) - Zeitstrafen: 4:2 - Siebenmeter: 3/3 - 5/3 - Beste Spieler: Wegner - Carla Schmitt, Brecht - Zuschauer: 50 - Schiedsrichter: Müller/Albes (Nierstein).

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