Ludwigshafen Handball: Friesenheimer leere Lippenbekenntnisse

«Ludwigshafen.» Die Formkurve der TSG Friesenheim II zeigt weiter nach unten. Gegen die keineswegs überragende HSG Völklingen unterlagen die Jungeulen mit 20:27 (7:15). Die Friesenheimer bleiben damit weiter auf dem vorletzten Platz in der Tabelle der Handball-Oberliga.
„Das war heute einfach nicht genug“, erklärte TSG-Co-Trainer Gordon Amuser. Viel hatten sich die Friesenheimer nach der schwachen Vorstellung gegen Zweibrücken vorgenommen. Umgesetzt hat sie davon wenig. Amuser kannte zumindest einen Grund dafür: „Wir liegen gleich wieder früh und auch deutlich im Rückstand. Da wird es gerade für eine junge Mannschaft schwer.“ Leichte Ballverluste im Angriff, eine schlechte Wurfauswahl und eine noch schwächere Torausbeute – beim 2:10 (14.) war die Messe praktisch schon gelesen. Nach Tommy Sultas Anschlusstreffer zum 2:4 (6.) gelang den Gastgebern acht Minuten lang kein weiterer Treffer. Eine etwas bessere Einstellung hätte sich das TSG-Trainergespann Uli Spettmann und Gordon Amuser aber vor allem in der Abwehr gewünscht. Beleg für die Deckungsschwäche waren die Abpraller, die praktisch immer wieder in den Händen der Gäste landeten. Egal ob nach Pfostentreffern oder Torhüterparaden: Fast immer hatte Völklingen die zweite und sogar noch eine dritte Chance zum Abschluss. „Ein wenig Pech und eine Menge Unvermögen“, attestierte Amuser deshalb. Und auch die Angriffsleistung war nicht dazu angetan, die wenigen Besucher in Stimmung zu bringen. „Die Chancenverwertung war ein weiteres Manko“, haderte der TSG-Co-Trainer. Zu viele freie Bälle landeten entweder bei Torhüter Matthias Reuber oder oft genug auch nur im Fangnetz hinter dem Tor. So war an eine Aufholjagd auch nicht zu denken.