Ludwigshafen Handball: Erster Erfolg für VTV Mundenheim

«LUDWIGSHAFEN.» Große Erleichterung bei den Handballerinnen der VTV Mundenheim. Mit einem 25:23 (10:11) über den TV Engers ist den Mundenheimerinnen in der Oberliga im siebten Anlauf endlich der erste Sieg gelungen.
In der ungewohnten Heinrich-Ries-Halle fielen den Protagonisten die Steine gleich reihenweise von den Herzen. „Dieser Sieg war unglaublich wichtig für uns“, erklärte VTV-Trainerin Nicole Foß. Dabei war der Druck im Kellerduell zunächst beiden Teams anzumerken. Aufsteiger Engers hatte sich davon etwas schneller erholt und legte im ersten Durchgang beständig vor. Bei den Mundenheimerinnen wurde dabei das bislang größte Manko der Saison überdeutlich: „Wir machen unsere freien Bälle einfach nicht rein“, schimpfte Foß. Fast neun Minuten dauerte es, ehe Kim Böhme zum ersten Mal für die VTV traf. Gut, dass zumindest die Abwehr stark arbeitete und Geburtstagskind Katrin Meiszis im Tor einen guten Tag erwischt hatte. So stand es nach zehn Minuten nur 1:4. „Aber wir haben uns in dieses Spiel hineingekämpft“, lobte die Trainerin. Sinnbildlich für diesen Kampf stand Klara Köbele, die nicht nur in der Abwehr enorm viel arbeitete, sondern auch als Allzweckwaffe im Angriff mit ihren sieben Toren maßgeblichen Anteil am Umschwung hatte. Bis zur Pause hielten die Mundenheimerinnen den Rückstand erträglich und blieben in Reichweite. Sie setzten direkt nach dem Seitenwechsel mit einer Dreier-Serie durch Ann-Kathrin Ohler, Kristina Schmieder und Marlen Wehr (31., 32., 33.) zum Überholen an und stellten das Ergebnis auf 13:11. Wirklich stabil wurde das Nervenkostüm davon zwar noch nicht, aber die Sicherheit nahm quasi minütlich zu. Und so verkrafteten die VTV auch den zwischenzeitlichen Ausgleich zum 17:17 (42.) gut, ließen sich das Heft nicht mehr aus der Hand nehmen. Trainerin Foß ging dabei ins Risiko und wechselte im zweiten Durchgang nicht mehr, um den Spielfluss nicht zu unterbrechen. „Das hätte auch schiefgehen können“, räumte sie mit Blick auf den Kräfteverschleiß ein. Die Kräfte reichten, und es war sogar noch genug Reserve für ein kleines Siegestänzchen übrig. VTV Mundenheim: Meiszis, Wilde (nicht eingesetzt) – Schmieder (4), Wehr (4), Götz (2) – Ohler (2), Böhme (2) – Köbele (7/2) – Weingarte, Geib (2), Butz, Hörner (1), Mayer (1) Spielfilm: 2:5 (14.), 6:6 (19.), 8:11 (27.), 10:11 Hz., 13:11 (33.), 17:17 (42.), 19:17 (46.), 22:19 (51.), 25:21 (59.), 25:23 Ende – Zeitstrafen: 0:4 – Siebenmeter: 6/2 – 5/3 – Beste Spielerinnen: Götz, Köbele, Meiszis – Akbulut, Irmgartz – Zuschauer: 50 – Schiedsrichter: Saul/Kull (Osthofen/Bingen).