Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: Bundesligist Eulen Ludwigshafen spielt zwei Tage nach dem Pokalspiel gegen Lemgo in Melsungen

Im Pokalspiel gegen Lemgo erzielt Jerome Müller (am Ball) sieben Treffer für die Eulen Ludwigshafen.
Im Pokalspiel gegen Lemgo erzielt Jerome Müller (am Ball) sieben Treffer für die Eulen Ludwigshafen. Foto: KUNZ

Der Einzug in das Final Four hätte Mannschaft, Trainer und Fans gut getan und einen zusätzlichen Schub für die Handball-Bundesliga gegeben. Es sollte nicht sein. Zeit zum Verschnaufen bleibt jedoch nicht. Nur 48 Stunden nach dem Viertelfinal-Aus gegen den TBV Lemgo Lippe müssen die Eulen Ludwigshafen schon wieder ran. In der Kasseler Rothenbach-Halle kämpft der Tabellenvorletzte bei der MT Melsungen ums Überleben im Oberhaus (Donnerstag, 19 Uhr).

Auf der einen Seite, im Lager der Eulen, herrschte am Mittwochabend eine riesige Enttäuschung. Auf der anderen Seite, beim heutigen Gegner MT Melsungen, bestimmten Jubelarien nach dem 33:30-Erfolg über die Füchse Berlin die Szenerie. Die Nordhessen ziehen zum vierten Male in das begehrte und finanziell lukrative Final Four ein.

„Wir wollten mit einem durchaus möglichen Sieg über Lemgo etwas Einmaliges erreichen. Das ist uns aus diversen Gründen nicht gelungen. Deswegen sitzt die Enttäuschung bei mir immer noch tief“, sagt Jerome Müller. Der torgefährliche Linkshänder gehörte mit seinen sieben Treffern und dem unnachahmlichen Tordrang zu den Aktivposten der Matschke-Sieben. Die Eulen scheiterten letztlich an ihrer schlechten Chancenauswertung.

Wiedersehen mit Ex-Eulen-Spieler Salger

„Wir müssen uns im Angriff weiter entwickeln. Torwart- und Abwehrleistungen waren gegen Magdeburg und Lemgo in Ordnung. Aber bei den Würfen lassen wir viel liegen. Da ist noch genug Luft nach oben“, übt der 23-Jährige Rückraumspieler Selbstkritik. Nur dann können Siege wie gegen Leipzig und Nordhorn eingefahren werden. Zu einem Erfolgserlebnis gegen Melsungen hat es in den bisherigen Bundesliga-Begegnungen für die Pfälzer noch nicht gereicht. Mit Julius Kühn, Finn Lemke, Tobias Reichmann und Kai Häfner stehen vier aktuelle Nationalspieler in den Reihen der Mannschaft von Coach Heiko Grimm. Verstärkung erhielt das Team zu Saisonbeginn von Ex-Eulen-Spieler Stefan Salger.

„Es steckt große individuelle Qualität im MT-Kader. Und jetzt nimmt die Mannschaft den Rückenwind vom Pokalsieg gegen die Füchse mit. Es wird unheimlich schwer, dort etwas zu holen“, sieht Müller sein Team in der Außenseiterrolle.

Optimismus kann der Student für Sport- und Bildungswissenschaften an der Universität Heidelberg aus dem letzten Auswärtsauftritt in Balingen mitnehmen. Dort bestimmten Müller und seine Kollegen über weite Strecken die Partie und verpassten nur knapp den Sieg: „Die Begegnung in Melsungen ist zwar ungleich schwerer. Aber wir nehmen den Kampf in gewohnter Manier an. Nach dem bitteren Pokalaus wäre ein Erfolgserlebnis die beste Medizin“, verdeutlicht Müller.

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