Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: A-Junioren-Bundesligist TV Hochdorf unterliegt VfL Günzburg 19:25

Torwart Mika Schwenken, hier gegen Günzburgs Frieder Bandlow, ist ein Rückhalt der A-Jugend des TV Hochdorf.
Torwart Mika Schwenken, hier gegen Günzburgs Frieder Bandlow, ist ein Rückhalt der A-Jugend des TV Hochdorf. Foto: KUNZ

Handball-A-Jugend-Bundesligist TV Hochdorf hat eine Woche nach dem vielversprechenden 22:22 bei der HG Oftersheim/Schwetzingen gegen den Tabellenletzten VfL Günzburg eine bittere 19:25 (11:13)-Niederlage eingesteckt. Da reichten auch 17 gehaltene Bälle von Torhüter Mika Schwenken nicht.

Nach Spielende zog Mika Schwenken schnell sein Trikot vom Leib. Der 18-Jährige schämte sich ein wenig. Und er sprach Klartext. „Was wir heute im Angriff geboten haben, war nicht bundesligareif.“ In der Tat: Noch nie nach dem Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse hatte Hochdorf so viele klare Chancen ausgelassen. Eine schwache Wurfquote und viele technische Fehler waren die Ursachen für die Pleite des TVH.

Es gab aber auch andere Gründe für die Niederlage. Luis Maier fehlte wegen einer Schulterverletzung, und Nils Mader verzichtete wegen seines Abiturs auf die Partie. Dazu fiel Jan-Philipp Winkler wegen einer Ski-Exkursion mit der Schule in der Vorbereitung auf die Partie aus. „Die Ausfälle konnten wir nicht kompensieren“, sagte Trainer Björn Friedrich.

Mit einem Sieg gegen Günzburg sollte das Selbstvertrauen gestärkt werden. Doch das klappte nicht, denn nur Schwenken gefiel. Nach sieben Paraden in Abschnitt eins, ließ der Südpfälzer, der vor der Saison vom TSV Kandel nach Hochdorf kam, weitere zehn Paraden folgen. Allerdings konnten seine Vorderleute nach dem knappen Pausenrückstand die Partie gegen die Schwaben nicht drehen. „Wir waren nahe dran, aber wir müssen unsere Chancen verwerten“, sagte Schwenken. „An Mika lag es nicht, er hat seine Aufgabe super gelöst“, lobte Friedrich den Torhüter, der eine höhere Niederlage verhinderte.

Schwenken wird zum Winzer ausgebildet

Der Südpfälzer will leistungsorientiert Handball spielen, was auch der Grund war, warum er das Angebot aus Hochdorf annahm. „Ich fühle mich hier sehr wohl und kann neben meiner Ausbildung verstärkt auf Handball setzen, da ich einen toleranten Chef habe, der mir diese Möglichkeit bietet“, erzählte Schwenken. Er legt besonderen Wert auf das Training mit Torwarttrainer Michael Ohmer, das ihn in seiner Entwicklung ein großes Stück voranbrachte. „Das tut mir richtig gut. Und ich sehe mich noch nicht am Ende meiner Entwicklung.“

Derzeit absolviert er eine Ausbildung zum Winzer beim Weingut Fader in Rhodt unter Rietburg und pendelt zwischen Weinbergen, Keller und TVH-Sportzentrum. Viermal pro Woche kommt er aus Landau zum Training. Schwenken bedauert, dass er zum Saisonende altersbedingt aus der A-Jugend aussteigen muss. Was dann kommt, ist offen. „Bisher gab es noch keine Gespräche, ich lasse das alles auf mich zukommen“, betont Schwenken, dessen Vorbild Nationaltorwart Andreas Wolff ist.

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