Motorsport Höchste ADAC-Auszeichnung für Werner Mayer

Höchste Auszeichnung: ADAC-Pfalz-Vorsitzender Rudi Zeiter überreicht Werner Mayer (rechts) die Medaille.
Höchste Auszeichnung: ADAC-Pfalz-Vorsitzender Rudi Zeiter überreicht Werner Mayer (rechts) die Medaille.

Werner Mayer aus Ludwigshafen ist nun Träger der höchsten Auszeichnung des ADAC für ehrenamtlich tätige Mitglieder in der Organisation motorsportlicher Veranstaltungen: der Ewald-Kroth-Medaille in Gold mit Brillanten.

Werner Mayer kam Mitte der 1970er-Jahre zum Motorsport. Sein Name ist verbunden mit namhaften Veranstaltungen. Er war selbst aktiver Motorsportler. Wertungsprüfungsleiter, Fahrtleiter und Sportwart sind nur ein Auszug von Funktionen, die er in mehr als fünf Jahrzehnten bekleidete.

Unvergessen für ihn seine Stellung als Leiter der Wertungsprüfung „Stall“ bei Kaiserslautern bei der legendären Rallye „Vorderpfalz“, die zeitweise auch ein Lauf zur deutschen Rallye-Meisterschaft war. „Die Verantwortung in einer solchen Position ist groß und es ist nicht mit einem Tag getan“, erinnert sich der Geehrte. Monate vor dem Ereignis liefen bereits die Planungen und Absprachen.

Seit 40 Jahren im AMC-Vorstand

Der frühere kaufmännische Angestellte hatte sich schnell ein hohes Ansehen erworben und sein Rat war mehr als nur gefragt. Auch in seinem Heimatverein, dem Auto- und Motorrad-Club (AMC) Ludwigshafen. Dort ist er seit 50 Jahren Mitglied und seit mehr als 40 Jahren im Vorstand, darunter als Sportleiter. Ein Ende ist noch nicht in Sicht. Schon jetzt ist der Geehrte längstes Vorstandsmitglied des Vereins. „So lange es die Gesundheit zulässt, werde ich diese Aufgabe noch erfüllen“, verspricht er.

Der pfälzischen Motorsportwelt hat nicht vergessen, dass Werner Mayer zunächst mit dem früheren und allzu früh verstorbenen Sportleiter des ADAC-Pfalz, Gert Raschig aus Ludwigshafen, die „Vorderpfälzische Oldtimerfahrt“ organisierte. Später stand er alleine in der Verantwortung, bis die Vorderpfalz-Classic diese Traditionsveranstaltung ablöste.

Bei schwierigsten Orientierungsfahrten

An Einsatzwillen fehlt es Mayer nicht. Für den ADAC Pfalz transportiert er das Material zu den Fahrradturnieren und leistet einen Beitrag zur Verkehrserziehung der Jugend.

Mayer hat als Motorsportler ebenfalls viel Anerkennung und Beachtung erfahren. Denn er fuhr Orientierungsfahrten mit hohen Anforderungen und war sogar bei Stockcar-Rennen auf amerikanischem Terrain bei Mannheim im Einsatz. Vor 22 Jahren erwarb er einen Opel Kadett GT/E in den typischen gelb-schwarzen Farben. Dies war der Anfang einer weiteren Epoche im Motorsport von Werner Mayer.

Zusammen mit Andreas Schwalié aus Ramberg startete der Pilot aus Ludwigshafen bei den schwierigsten europäischen Orientierungsfahrten. „Mit Erfolg“, wie er zurückblickt. Er war mehrfach bester ausländischer Fahrer und überraschte selbst die italienischen Teams bei deren Veranstaltungen. So liegt es auch nahe, dass seine Lieblingsveranstaltung nördlich von Verona ausgefahren wird.

Mitbegründer der Retro-Rallye-Serie

Mit all seinem Erfahrungen und seinem Wissen wurde Werner Mayer in den Sportausschuss des ADAC Pfalz berufen, wo er die Fahrer des Vierradsports vertrat. Er war Mitbegründer der Retro-Rallye-Serie in dieser Region und ist diese neue Sparte des Motorsports auch gefahren. Rückblickend muss er feststellen, dass es in den Anfängen seines Wirkens als Motorsportfunktionär leichter war, Genehmigungen für Veranstaltungen zu erhalten.

Seine Freude über diese hohe Auszeichnung ist groß. „Es ist wahrscheinlich meine letzte Auszeichnung“, mutmaßt Werner Mayer.

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