Ludwigshafen Grundschulkinder erkunden ihren Heimatort

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Oft kennen sich Kinder in ihrem Heimatort nicht so gut aus. Diese Erfahrung hat das Lehrerkollegium der Pestalozzi-Grundschule in Mutterstadt gemacht. Daher haben sie ihre diesjährigen Projekttage unter das Motto „Die Pfalz – Kinder entdecken ihr Heimat“ gestellt. Eine Klasse beschäftigt sich nur mit Mutterstadt.

Für die Schüler der Pestalozzi-Grundschule in Mutterstadt gibt es von Dienstag bis Donnerstag, 28. bis 30. März, viel zu entdecken. Denn in dieser Zeit sind Projekttage. Sie finden alle zwei Jahre im Wechsel mit dem Schulfest statt und stehen jeweils unter einem bestimmten Motto. „Wir haben die Pfalz als Thema ausgesucht – das war schon länger geplant“, berichtet Konrektorin Martina Schuster. Die verschiedenen Klassenstufen haben jeweils andere Schwerpunkte. Die ersten Klassen beschäftigen sich mit dem Pfälzerwald und Tieren, die zweiten Klassen haben das Thema Bauernhof und Kartoffel, während die vierten Klassen Pfälzer Sagen kennenlernen, erläutert die Konrektorin. Während der Projekttage werden die Kinder Ausflüge unternehmen und zum Beispiel das Hambacher Schloss besuchen und sich den Gemüseanbau anschauen. Die beiden dritten Klassen, die Martina Schuster und Kollegin Susanne Kolter betreuen, bleiben zu Hause, denn ihr Thema lautet „Oh, wie schön ist Mutterstadt – Kinder entdecken ihr Heimatdorf“. „Wir hatten bei dem Thema Pfalz erst daran gedacht, zum Beispiel Speyer zu besuchen, aber im Grunde wissen die Kinder wenig über ihren Heimatort“, erklärt Martina Schuster. Zudem feiere man in Mutterstadt das 1250-jährige Bestehen. Die Lehrerinnen haben sich schon vorab überlegt, wie man das Thema Mutterstadt angehen könnte. Dabei wollten sie die Sichtweisen der Kinder auf Besonderheiten des Orts, wie Einrichtungen und Plätze, berücksichtigen. Es wird auch einen Blick zurück geben: „Wie sah mein Dorf früher aus?“ Demgegenüber darf auch der Blick in die Zukunft nicht fehlen und die Frage, welche Gestaltungsideen die Schüler für ihren Heimatort haben. Auch die Sprache spielt eine Rolle: „Kannscht du Pälzisch babble?“ Die Idee kam den Lehrerinnen vor dem Hintergrund der vielen Kinder mit Migrationshintergrund an der Schule, für die das Pfälzische exotisch sei. „Alle Aspekte abzuhandeln, wird etwas schwierig sein“, gibt Martina Schuster zu bedenken. Vor allem sind die Lehrerinnen aber offen dafür, mit den Kindern zusammen weitere Ideen zu entwickeln. Was Priorität habe, seien die Besonderheiten Mutterstadts – und die gelte es mit den Kindern zu entdecken: „Wir wollen auf jeden Fall einen Rundgang mit den Kindern machen.“ Dabei haben die Lehrerinnen vor, das Palatinum, das Rathaus und das Heimatmuseum zu besuchen. „Die Kinder sollten sich selbst informieren, in Bücher schauen und Wissen zusammentragen“, betont die Konrektorin. Dabei seien auch die Großeltern gefragt, die den Ort noch von früher kennen. „Vielleicht gibt es jemand, der mit den Kindern eine Führung macht und Geschichten erzählt“, hofft die Konrektorin. Die Einfälle und Eindrücke der Jungen und Mädchen landen als Ergebnis der Projekttage auf einer Wandzeitung, die die Kinder gestalten. Bei der Präsentation am Samstag, 1. April, können die Kinder ihren Eltern, Großeltern und Freunden zeigen, was sie zusammengetragen haben. Insgesamt kommen die Projekttage bei den Schülern gut an: „Die Kinder sind mit Spaß dabei“, berichtet Martina Schuster. Für sie sei es ein besonderes Erlebnis, wenn sie die Eltern zur Präsentation einladen: „Dann merken sie, dass das, was sie gemacht haben, wertgeschätzt und honoriert wird.“ Wer am 1. April keine Zeit hat, hat im Rahmen des Lesesommers in der Gemeindebibliothek in Mutterstadt noch einmal Gelegenheit. Dann wird die Wandzeitung noch einmal zu sehen sein. Info Die Präsentation der Projektergebnisse findet am Samstag, 1. April, von 14 bis 17 Uhr, in der Pestalozzi-Grundschule, Fußgönheimer Straße 17, in Mutterstadt statt. |mmö

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