Ludwigshafen Großmutter lieferte Ideen

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Die Salatmanufaktur aus der Vorderpfalz – das ist die zusätzliche Bezeichnung von Nafa Feinkost. Der Begriff Manufaktur erklärt sich von selbst, sobald man den Verkaufsraum in der Jahnstraße betritt. Rund 100 Salate stehen dort zur Auswahl.

Es gebe durchaus Klassiker bei den Salaten, sagt Betriebswirtin Alexandra Flößer. Sie ist die Tochter des Nafa-Geschäftsführers Wolfgang Grenz und arbeitet mit ihrem Mann, dem Einkaufsleiter Bernhard Flößer, in dem Familienbetrieb. Kartoffelsalat, Weißkrautsalat oder Karottensalat – natürlich in verschiedenen Varianten – stünden bei den Kundenwünschen ganz oben. Natürlich werde das Sortiment saisonal verändert. „Jetzt im Herbst produzieren wir beispielsweise einen Kartoffelsalat mit Riesling und Räucherlachs, im Dezember bieten wir einen Spaghetti-Zitrus-Salat an.“ Die Rezepte für die Salate stammten von ihrer Großmutter Inge Grenz, die mit ihrem Mann Jakob das Unternehmen gegründet hat, erzählt Alexandra Flößer. „Sie war eine leidenschaftliche und gute Köchin“, erinnert sich Flößer. Grenz’ Rezeptbausteine gelten noch und wurden im Laufe der vergangenen 47 Jahre erweitert. Heute gebe es jedoch andere Anforderungen, sagt die Marketing- und Vertriebsleiterin. Betriebshygiene sei aber enorm wichtig und Voraussetzung für einwandfreie Qualität. Fragen nach den Inhaltsstoffen seien für Großkunden, etwa Lebensmittelmärkte oder Kantinen, wichtig. Bei der Salatmanufaktur ist man deshalb bemüht, möglichst viele deklarationsfreie Salate zu entwickeln. Konservierungsstoffe werden zum Beispiel nicht verwendet. Bei Privatkunden hingegen zähle hauptsächlich der Geschmack, weiß Wolfgang Grenz. Vegane Kost ist derzeit bei einigen Verbrauchern beliebt. Um dem gerecht zu werden, musste man sich bei Nafa nicht extra umorientieren. „Viele unserer Salate waren schon immer vegan, bevor dies überhaupt thematisiert wurde. Aber wir haben nun zusätzliche vegane Rezepte entwickelt“, sagt Wolfgang Grenz. Auch wer regionale Produkte bevorzugt, sei bei der Salatmanufaktur in guten Händen. Natürlich kaufe man möglichst viele Zutaten aus der näheren Umgebung ein. Weißkohl und Rotkohl werde eigens für Nafa in Neuhofen angebaut, sagt der Geschäftsführer. Neben Salaten gibt es noch weitere Produkte ganzjährig zu kaufen, nicht nur bei Nafa selbst, sondern auch in Supermärkten. Wer etwa ein Grillfest oder ein Gästeessen plant, bekommt bei Nafa viele Zutaten angeboten – seien es Antipasti, Backwaren oder Grillfleisch bis hin zum fertigen Dessert. Ein weiterer Service ist der Online-Shop, den der Familienbetrieb eingerichtet hat. Die bestellten Waren werden gekühlt in Styroporboxen verschickt. Ein Verkaufsschlager sei das momentan noch nicht, sagt Alexandra Flößer. Sie ist jedoch überzeugt, dass der Online-Versand für Lebensmittel künftig eine wichtige Rolle spielen wird – und dafür ist der Betrieb bestens gerüstet. (bmx)

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