Ludwigshafen Großer Schritt

Ludwigshafen. Die TSG Friesenheim II hat ihre Talfahrt in der Handball-Oberliga nach sechs Niederlagen in Folge gestoppt. Gegen den Tabellenvorletzten TV Bitburg gewann das Team von Trainer Martin Röhrig 31:22 (15:12) und schaffte damit den Sprung auf einen Nicht-Abstiegsrang.
Nach dem Ertönen der Schlusssirene war den Spielern der „Junior-Eulen“ die Erleichterung über den ersten Erfolg nach sechs Niederlagen am Stück deutlich anzumerken. Philipp Ulrich brachte es mit einfachen Worten auf den Punkt: „Wenn man im Abstiegskampf steckt, ist jeder Sieg enorm wichtig.“ Der 31:22-Erfolg über den TV Bitburg war auch deshalb besonders bedeutend, weil er gegen einen direkten Konkurrenten erfolgte. Dabei sah es zu Beginn nicht gut aus für die Gastgeber, die beim Stand von 1:2 nach rund zwei Spielminuten erstmals in Rückstand gerieten. Nach dem zwischenzeitlichen 3:3-Ausgleich (4. Minute), lag die TSG anschließend sogar mit zwei Toren zurück (3:5/7.). „In der Anfangsphase haben wir uns das Leben durch individuelle Fehler selbst schwer gemacht“, monierte TSG-Trainer Röhrig. Erst danach wachte sein Team auf und glich durch die Tore von Marc Wendler, Steffen Christmann und Nikola Sorda aus (10.). Erneut Christmann und ein Doppelpack von Philipp Bauer – der zuvor zweimal am Aluminium gescheitert war – brachten anschließend einen Drei-Tore-Vorsprung (9:6/14.) für Friesenheim, der bis zur Pause Bestand hatte. Nach dem Seitenwechsel zog die TSG dann das Tempo deutlich an und traf sechsmal in Folge. „In der zweiten Halbzeit haben wir sehr gut verteidigt und unsere Chancen konsequent genutzt“, zollte Röhrig seinem Team Anerkennung. Ein besonderes Lob hatte der Trainer für die A-Jugendlichen Tim Götz, Adrian Wenner, Philipp Bauer, Oliver Zeller und Alexander Falk, der achtmal vom Siebenmeterpunkt traf, bereit: „Sie haben alle eine ordentliche Leistung gezeigt.“ Lediglich an Top-Torjäger Bauer „lief das Spiel manchmal etwas vorbei. Aber wir hatten genügend andere Spieler, die das kompensieren konnten“, sagte Röhrig. Durch den Sieg hat die TSG vorerst den Sprung auf den rettenden viertletzten Tabellenplatz der Oberliga geschafft. Aus den verbleibenden drei Saisonspielen wünscht sich Röhrig nun noch mindestens vier Punkte. „Das sollte zum Klassenerhalt reichen“, meint der Coach. Außerdem bestehe noch die Möglichkeit, dass der TV Offenbach sein Team aus der Oberliga zurückzieht. „Dann wären wir auf jeden Fall durch“, so Röhrig.