Ludwigshafen Goldener Stern unter gutem Stern

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Tradition hat einen Namen: Zum Goldenen Stern. Das Restaurant in der Dürkheimer Straße 21 in Oggersheim, am 7. Mai 1954 eröffnet, wird 60 Jahre alt. Zünftig gefeiert wird am Freitag, 9. Mai.

„Fast mit Preisen wie in den Sechzigern“, verrät „Fritzel“ Wagner, seit knapp vier Jahren Chef des Familienbetriebs, der den Gästen bei der Geburtstagsfete ab 17 Uhr mit einem Ochs am Spieß den Mund wässrig machen möchte. „Wir möchten uns einfach bei unseren Gästen für die Treue bedanken“, sagt der Wirt, der das Lokal in der dritten Generation führt. Das Jubiläum erfüllt die Wagners mit großem Stolz. „Fritzel“ heißt wie sein Vater, der den Betrieb bis 31. Dezember 2010 führte, und wie sein Opa, der bis zum 1. April 1966 der Wirt des Goldenen Sterns war, eigentlich Karl-Friedrich. „1966, als das ,Fritzel’ auf die Welt kam, wollte ich ihn auf dem Standesamt als Fritz eintragen lassen, das ging aber nicht, der Standesbeamte sagte einfach nur: Fritz, das ist kein Name“, erzählt Vater Wagner. 44 Jahre war er der Chef, seine Frau Margrit sorgte über Jahrzehnte als Köchin für das leibliche Wohl, bürgte mit ihrer Kochkunst dafür, dass aus Besuchern Stammgäste wurden. Von ihr hat das „Fritzel“ das Kochen gelernt. Auch als Rentner ist das Ehepaar Wagner fast täglich noch in der Wirtschaft anzutreffen. Wenn es richtig brummt, dann ist er als Libero präsent, meist am Zapfhahn. Im Goldenen Stern ist noch keiner verdurstet. Und verhungert schon gar nicht. Die Portionen, die Fritz Wagner junior auf den Teller zaubert, sind legendär. Wie der Vater hat auch der Junior Metzger gelernt. Das Fleisch wird in Mannheim im Schlachthof gekauft. „Wir verarbeiten alles selbst“, sagt der Wirt, der auf Frische und Qualität höchsten Wert legt. „Wir wollen und wir müssen ganz hohe Qualität bieten, um am Markt zu bestehen“, sagt Wagner. Wie der Name des Hauses, wie die Namen der Wirte, so hat auch Wagners Schlachtfest Tradition. Immer mittwochs ist der Festtag für den Gaumen. 90 Plätze stehen im Goldenen Stern zur Verfügung, der Nebenraum hat rund 20 Plätze, seit geraumer Zeit gibt’s auch einen Biergarten. Wenn es rund geht, kann sich der Wirt auch auf seine Schwester Petra stützen, die gerne im Service mithilft. Kritisch war es nur einmal: 2005 brannte es im Dachgeschoss, Auslöser des Feuers war ein explodierter Kühlschrank in der Wohnung des damals 91 Jahre alten Gründers des Gasthauses. Er und seine Frau – inzwischen verstorben – wurden von der Feuerwehr über eine Drehleiter gerettet. Da stand der Goldene Stern schon unter einem guten Stern … Ob Vater, Mutter, Sohn – die Wagners sind begeisterte Sportfreunde. Das Ringen ist Herzenssache für sie, beim VfK Schifferstadt sitzt die Familie in der ersten Reihe. Groß ist auch die Liebe der Wagners zum Fußball und zum FCK. Tradition verbindet.

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