Ludwigshafen Gelungene Generalprobe

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Frankenthal. Fußball-Verbandsligist Ludwigshafener SC hat sich am Samstag souverän den Pokal im Hallenfußball-Turnier um den ersten Aktiven-Primus-Cup in der Frankenthaler Stadtsporthalle am Kanal gesichert. Die Mannschaft scheint für die Stadtmeisterschaft in zwei Wochen gerüstet. Als Sieger fühlte sich auch Bezirksligist DJK Eppstein, das zweitniedrigste Team im Starterfeld. Als einzige Mannschaft neben dem LSC blieb die DJK ungeschlagen und landete auf Platz zwei.

Sechs Siege und ein Unentschieden (0:0 gegen DJK Eppstein) fuhr der LSC ein und sicherte sich so den Siegerpokal. Auch der beste Torschütze des Turniers kam mit Furkan Konur (neun Treffer) von den Hochfeldern. „Der Erfolg überrascht mich etwas, weil wir wegen einer gleichzeitigen Teilnahme am Turnier in Dannstadt nur einen Auswechselspieler dabei hatten“, sagte LSC-Co-Trainer Bernd Fröhlich, der die Mannschaft coachte. Es habe viel Spaß gemacht, auch weil die Gegner stark gewesen seien, ergänzte Fröhlich. In ihrem letzten Spiel gelang den Eppsteinern ein 3:2-Sieg im Derby gegen Landesligist VfR Frankenthal. Dabei glich der VfR anfangs die Führung von Tobias Winsel (4.) durch Fabrizio Moncada (5.) aus. Danach hatte Dominic Thiel frei stehend die erneute DJK-Führung auf dem Fuß, schlug jedoch über den Ball. Im Gegenzug machte es Pascal Renner besser, erzielte das 2:1 für den Landesligisten (7.). Die DJK gab nicht auf, egalisierte durch Murat Tatar (9.) und erzielte zwei Sekunden vor dem Schlusspfiff erneut durch Winsel den umjubelten Siegtreffer. Dreimal teilte sich die DJK die Punkte mit ihren Kontrahenten; gegen den LSC und TDSV Mutterstadt (beide Verbandsliga) spielten die Eppsteiner 0:0, gegen den Oberligisten TSG Pfeddersheim 1:1. Weitere Siege sprangen gegen die Landesligisten Südwest Ludwigshafen (2:1) und Phönix Schifferstadt (3:2) sowie gegen A-Klassist VfR Frankenthal II (2:0) heraus. Die DJK-Betreuer Halil Kaya und Thorsten Huber freuten sich, dass sie mit einer Mischung von Spielern aus erster und zweiter Garnitur gut abgeschnitten hatten. „Dass höherklassige Teams dabei waren, machte den Reiz aus“, sagte Kaya. „Wir haben uns ordentlich präsentiert“, ergänzte Huber. VfR-Trainer Jürgen Klotz gratulierte der DJK: „Gute Jungs. Das haben sie sich verdient. Die können ebenfalls Fußball spielen.“ Bei seinem eigenen Team fehlt ihm bei vielen Akteuren die Cleverness. Geärgert habe er sich, dass zwei junge Spieler nicht zum Turnier erschienen seien. Ansonsten wollte er den Hallenfußball nicht überbewerten: „Das soll Spaß machen. Wir sind nicht mit allen Spielern angetreten. Am 16. Januar geht die Vorbereitung für die Restrunde los, da liegt der Fokus.“ Der VfR landete in der Endabrechnung mit neun Punkten und einem Torverhältnis von 14:16 auf Platz fünf. Gewonnen haben die Frankenthaler gegen den VfR II (3:2), TDSV Mutterstadt (3:1) und Südwest Ludwigshafen (3:2). Die zweite VfR-Garnitur landete mit zwei Punkten (1:1 gegen Südwest Ludwigshafen, 3:3 gegen Pfeddersheim) auf dem letzten Platz des Achterfelds. Trotzdem war Trainer Thomas Seidenspinner nicht enttäuscht: „Es waren Landesligisten, Verbandsligisten und ein Oberligist am Start. Das war eine gute Erfahrung für mein Team.“ Die weiteren Platzierungen: 3. TSG Pfeddersheim (14 Punkte/16:8 Tore), 4. Phönix Schifferstadt (10/ 14:16), 6. Südwest Ludwigshafen (5/ 8:13), 7. TDSV Mutterstadt (4/11:18). Nicht ganz zufrieden war Turnier-Organisator Axel Bickert: „Fußballerisch wurde beim ersten Aktiven-Primus-Cup ein gutes Niveau geboten. Es ist aber schade, dass die Resonanz nicht so gut war.“ Nur etwas mehr als 200 zahlende Zuschauer seien in der Halle gewesen. Der Spielmodus jeder gegen jeden sei der kurzfristigen Zusammenstellung des Feldes geschuldet gewesen, erläuterte Bickert. „Eigentlich waren zwei Fünfergruppen geplant, zwei Teams aber sind kurzfristig abgesprungen. So hat zwar die Spannung eines Finales gefehlt, dafür konnte sich jedes Team mit allen anderen messen.“ Der LSC sei allerdings so stark gewesen, dass am Ende die Luft raus gewesen sei, räumte Bickert ein. Ihm zufolge soll 2016 erneut ein Anlauf mit einem U12-Turnier genommen werden. Dann liege der Termin günstiger und nicht so nah an der Jahreswende. (nt/thl)

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