Ludwigshafen GAG und BASF bauen fleißig
Auf der Westseite des Ligustergangs baut schon die Wohnungsbaugesellschaft BASF Wohnen und Bauen, auf der Ostseite will die kommunale Wohnungsbaugesellschaft GAG bald nachlegen. Klaus Schäffner, technischer Prokurist der GAG, hat gestern den Ortsbeirat Gartenstadt über den aktuellen Stand informiert. Die Bewohner der alten Gebäude seien inzwischen fast alle umgezogen. Ein Mieter fehle noch, sodass bald mit den Rodungsarbeiten auf den Grundstücken und dem Abriss der bestehenden 13 Häuser aus dem Jahr 1938 begonnen werden könne. Der Neubau der acht Mehrfamilienhäuser mit 74 Wohnungen (bisher sind es 60) soll Mitte 2019 starten, so Schäffner. Für alle Anwesen werde eine große Tiefgarage errichtet, „sodass es im Ligustergang keine Blechlawine geben wird“. Die Wohnungen sind 54 bis 116 Quadratmeter groß. Die Miete soll bei neun Euro pro Quadratmeter und damit im mittleren Preissegment liegen, erläuterte Schäffner. „Ähnlich ist das Niveau auch auf der BASF-Seite.“ Die GAG wolle damit ihr Angebot im mittleren Segment ausbauen: „Wir haben 0,8 Prozent im Hochpreissegment, das ist am Rheinufer Süd. Der Rest ist vor allem im niedrigen Preissegment zwischen vier und sieben Euro.“ Mehrere Redner lobten das Konzept ausdrücklich. „Die GAG ist der Stadtentwickler in der Gartenstadt“, betonte Ortsvorsteher Klaus Schneider (CDU). Markus Lemberger merkte für die SPD noch an, dass eine Miete von neun Euro pro Quadratmeter „für die Gartenstadt ein stolzer Preis ist“. Eine Sprecherin der BASF Wohnen und Bauen teilte gestern auf Nachfrage mit, dass ihre Arbeiten im Ligustergang seit dem Vorjahr laufen. Bis Sommer 2019 soll der erste Bauabschnitt mit drei Gebäuden und 20 Wohnungen fertig sein. Die Wohnungsgrößen reichen von 50 bis über 100 Quadratmeter. In den Folgejahren entstehen auf der BASF-Seite dann noch weitere 30 Wohnungen. Im neuen Doppelhaushalt sind 3,5 Millionen (für 2019 ) und 3,3 Millionen Euro (für 2020) an Investitionen in der Gartenstadt vorgesehen. Der Großteil der Summe fließt in die Ernst-Reuter-Realschule plus. Diese wird umfassend modernisiert, ausgebaut und mit neuem Brandschutz versehen. Joachim Kazik (Gebäudemanagement) bezifferte die Gesamtkosten auf 9,9 Millionen Euro, die auf mehrere Jahre verteilt sind. In vielen Bereichen müsse man bis Ende 2022 fertig sein, da es nur dann Zuschüsse in Höhe von 90 Prozent gebe. Bei den Straßen ist der Ausbau der Salzburger Straße zwischen der Tiroler und Kärntner Straße für 620.000 Euro vorgesehen. Laut Wilfried Negwer vom Bereich Tiefbau wird das Projekt aber erst 2021 angegangen. „Wir warten die Arbeiten am Marienkrankenhaus ab. Wir wollen nicht, dass Baufahrzeuge auf einer neuen Straße unterwegs sind“, so Negwer. 2019 wird die Schreberstraße saniert.