Ludwigshafen FWG: BASF muss unterstützt werden
Der Chemiekonzern BASF hat vergangene Woche für seinen Standort Ludwigshafen einen Stellenabbau in noch nicht genannter Höhe angekündigt. Als Grund dafür nannte das Unternehmen sich verschlechternde Rahmenbedingungen und eine deutliche Gewinnabschwächung in Europa und vor allem in Deutschland. Deshalb habe die BASF ein Programm zur Kosteneinsparung von jährlich 500 Millionen Euro in Europa und insbesondere Deutschland beschlossen. Mehr als die Hälfte der Einsparungen sollen am Standort Ludwigshafen umgesetzt werden.
„Nun ist ein klares Bekenntnis der Bundes- und Landespolitik zum Standort Ludwigshafen gefordert“, meint Thorsten Portisch als wirtschaftspolitischer Sprecher der FWG. Die BASF brauche Verlässlichkeit für ihren Hauptstandort. Daran habe es in der jüngeren Vergangenheit leider gemangelt.
Verkehrsinfrastruktur erneuern
Dazu gehöre neben der Verfügbarkeit von Rohstoffen, Energie und Fachpersonal auch die Bereitstellung einer leistungsfähigen und zuverlässigen Verkehrsinfrastruktur in Ludwigshafen. Bei den Hochstraßenprojekten sei ein klares Zeichen gefordert. Die neuen Straßen müssten zum schnellstmöglichen Zeitpunkt fertiggestellt werden, fordert die FWG. Die BASF in Ludwigshafen sei systemrelevant.
Bund und Land dürften sich nun nicht länger hinter einer vermeintlichen Zuständigkeit der Stadt verstecken. Verkehrs- und Wirtschaftsministerium seien in der Verantwortung, fordert die FWG mit Blick auf die noch immer ungeklärte Finanzierung der neuen Verkehrsinfrastruktur. Die Sicherung des Standortes Ludwigshafen sei von nationaler Bedeutung und erfordere klare Zeichen seitens der Politik, betont die FWG. Soziale Marktwirtschaft fange schließlich bei der Arbeitsplatzsicherung an.
Umgekehrt sei es für die Stadt und die Region wesentlich, dass die geplanten Einsparungen bei der BASF nicht zu einem höheren Gefährdungspotential führten, fordert FWG-Fraktionsvorsitzender Rainer Metz.