Ludwigshafen Fussball: Jan Rillig ist der Gentlemen beim FCA

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LUDWIGSHAFEN. Mit zwölf Punkten aus sechs Partien ist der Saisonstart des FC Arminia Ludwigshafen gelungen. Wie weit die Mannschaft schon ist, kann sie morgen, 14 Uhr, bei Regionalliga-Absteiger TuS Koblenz zeigen. Das Duell Zweiter gegen Vierter ist das Topspiel des siebten Spieltages.

Von den Spielern, die im Moment auf dem Platz stehen, ist Jan Rillig der Dienstälteste. Seit der Saison 2009/10 trägt der Abwehrspieler das Trikot der Arminia. Nur der derzeit verletzte Jens Leithmann und „Aushilfe“ Marcel Tauche sind genauso lange ununterbrochen im Klub. „Ich fühle mich wohl bei der Arminia“, erklärt Rillig seine Vereinstreue. 114 Oberligaspiele hat der Verteidiger bisher absolviert. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Nummer 3 als Außen- oder Innenverteidiger oder im defensiven Mittelfeld aufgeboten wird. Zu seinen Stärken zählen gute Technik, Spielverständnis, taktische Disziplin, Zuverlässigkeit und Vielseitigkeit. „Er ist meine Allzweckwaffe, erfüllt auf jeder Position seine Aufgabe und stellt sich in den Dienst der Mannschaft“, charakterisiert Trainer Thomas Fichtner den Fußballer Jan Rillig. Seinen hohen Stellenwert in Verein und Mannschaft verdankt der Defensivspezialist aber nicht nur seinen sportlichen Qualitäten, sondern auch seinem tadellosen Auftreten. Der 24 Jahre alte Rillig ist der Gentleman im Team, der noch nie eine Rote Karte sah und bei dem Gelbe Karten ganz selten sind. In der vergangenen Saison stand bei ihm in der Rubrik Gelbe Karten eine Null, obwohl er 30 Partien bestritt und Abwehrspieler ist. Dass Rillig immer nur Einjahresverträge unterschreibt, mag mit seinem Beruf zusammenhängen. „Ich komme jetzt ins zehnte Semester, dann folgt das schriftliche Examen“, sagt der Medizinstudent. Ein praktisches Jahr in einem Krankenhaus schließt sich an. „Wo das sein wird, ist ebenso offen wie die Fachrichtung“, verdeutlicht Rillig. Im April 2017 folgt die mündliche Prüfung. Seine Zurückhaltung legt er nur einmal kurz ab. „Ich bin überzeugt, dass wir in der Deckung stabiler stehen als in der vergangenen Runde. Das 0:4 gegen Jägersburg war der Ausrutscher“, glaubt der angehende Mediziner. (thl)

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