FUSSBALL
Fulminanter Krimi im Endspiel um den Kreispokal
Die Kickers gingen in der siebten Minute durch Patrick Hintz in Führung, ehe Berghausen zehn Minuten später durch Julian Ehrenberg ausglich. Noch vor der Pause (34.) gelang Hussein Rayan El Madani die erneute Führung für Neuhofen. „Neuhofen hat schnell nach vorne gespielt und gute Spieler in der Offensive gehabt“, resümiert FVB-Coach Predrag Nikic.
Neuhofens Trainer Sebastian Schiller bescheinigte seiner Truppe eine gute Spielkontrolle in der ersten Halbzeit. „Unsere Konter aus der kompakten Ordnung waren brandgefährlich“, lobt er. Anschließend kam der FVB aber besser ins Spiel. Es dauert bis in die Schlussphase, ehe der A-Klasse-Vertreter durch einen Doppelschlag von Fabian König (71.) und Jens Sommer (78.) das Spiel drehte. „Wir hatten eigentlich alles unter Kontrolle und kassieren mit dem letzten Angriff das 3:3“, ärgert sich Nikic. Andreas Strubel sorgte mit seinem Treffer (90.+4) für die Verlängerung.
Rudelbildungen und Schiedsrichterbeleidigungen
Für Schiller gab es zwei Knackpunkte in der Partie: „Vor der Pause müssen wir irgendwie das 3:1 setzen, das wäre ein Riesenschritt Richtung Sieg gewesen. Die Einwechslungen von Kevin Schall und Jens Sommer haben uns große Probleme bereitet.“ Der Spielertrainer selbst musste verletzungsbedingt ebenfalls vom Feld. Große Aufreger gab es in der Verlängerung bis in die letzten Minuten nicht. Doch dann ging es noch mal zur Sache: Fünf Feldverweise an der Zahl gab es. Zweimal Gelb-Rot für Neuhofen, einmal für Berghausen. Dazu jeweils einmal glatt Rot für beide. Rudelbildungen und Schiedsrichterbeleidigungen seien die Ursachen gewesen, wie beide Trainer bestätigen.
Einig sind sich die Coaches, dass es ein offenes Spiel war, das eigentlich keinen Sieger verdient hatte. Nikic sah leichte Vorteile bei seiner Elf, sagt dennoch: „Wir haben auch schon mal besser gespielt.“ Überzeugt zeigte er sich dann von den Schützen der Elfmeter: „Da hätten sogar Bundesliga-Torhüter keine Chance gehabt. Die waren überragend geschossen.“ Sommer verwandelte den entscheidenden für den FVB. Schiller bedankte sich bei den mitgereisten Fans und dem Veranstalter SV Gommersheim für einen „Top-Rasenplatz“. Er will mit seiner Elf Energie aus dem Spiel für den Aufstiegskampf ziehen und nun alle Kräfte bündeln. „Wie die Mannschaft nach so einem Finale reagiert hat, war Wahnsinn. Diesen Spirit wollen wir mitnehmen.“ Auch Nikic zollte dem Gegner großen Respekt.