LUDWIGSHAFEN RHEINPFALZ Plus Artikel Fußball: Kevin Urbans Rückkehr an die alte Wirkungsstätte

Beim Saisonstart gegen den FV Diefflen verhindert Arminia-Torhüter Kevin Urban mit dieser spektakulären Aktion einen Gegentreffe
Beim Saisonstart gegen den FV Diefflen verhindert Arminia-Torhüter Kevin Urban mit dieser spektakulären Aktion einen Gegentreffer.

In der Fußball-Oberliga ist eine englische Woche angesagt. Dabei steht dem FC Arminia Ludwigshafen der schwierige Gang zu Tabellenführer Wormatia Worms bevor (Mittwoch, 19 Uhr). Für einen früheren Wormser im FCA-Trikot wird es wohl einen arbeitsreichen Abend geben.

Nach dem Wiesbacher Ausgleichstor, das Arminia-Torwart Kevin Urban am Samstag in der letzten Sekunde des Spiels hinnehmen musste, stand der Schlussmann wie versteinert auf dem Platz. Es dauerte ein bisschen, bis er sich gesammelt hatte, und die Partie analysierte. Dennoch ist schnelles Abhaken gefordert. „In einer englischen Woche kann man sich damit nicht lange beschäftigen, sondern muss den Fokus aufs nächste Spiel lenken“, erklärt der 25-jährige Urban.

In der Saison 2019/20 stand er bei Gegner Wormatia Worms unter Vertrag. Der Traditionsverein, der einst eine ganz große Nummer im Südwesten war, habe gute Voraussetzungen und hohe Ziele. „Worms hat andere Strukturen und steht in den Bereichen Erwartungshaltung, Möglichkeiten und Etat eine Stufe über uns“, verdeutlicht Urban. Obwohl er nur eine Serie dort war, die zudem wegen der Pandemie früher beendet wurde, ist ihm die Zeit noch allgegenwärtig. „Die Wormatia war gerade aus der Regionalliga abgestiegen. Ich habe mir im ersten Spiel die Außenbänder angerissen und lag erst einmal auf Eis“, berichtet Urban. Er kämpfte sich wieder heran und kehrte ins Tor zurück. Das Stadion zeichne eine besondere Atmosphäre aus. Da er und sein Kumpel Peter Klug, der andere Torhüter der Arminia, sich die Partien untereinander aufteilen, ist es logisch, dass der in Mutterstadt aufgewachsene Urban heute im Kasten steht.

Duales Studium in Mannheim

„Kevin ist ein angenehmer Typ, der eine top Einstellung mitbringt. Er ist ein Rückhalt, der in der Regel 30 Minuten vor Trainingsbeginn da ist und auch mal Sonderschichten absolviert. Außerdem hat er uns schon Punkte gerettet“, lobt Trainer Marco Laping seine Nummer 33. Beide eint, dass sie die zuletzt hohe Zahl an Gegentoren ärgert. Urban ist optimistisch, dass heute nicht allzu viele dazukommen: „In der Liga sind die meisten Begegnungen sehr eng. Ich glaube, dass wir so stark sind, dass wir uns auch in Worms nicht verstecken müssen. Aber klar ist, dass die Wormatia einen super Kader hat und aufsteigen will.“

Kevin Urban, der in Mannheim ein Duales Studium im Bereich Marketing absolviert und im dritten Semester ist, hat bei der FG 08 Mutterstadt mit dem Fußball begonnen. „Meine nächste Station war der Karlsruher SC. Es war ein Erlebnis, auf Turnieren gegen den Nachwuchs von Inter Mailand, FC Barcelona oder Ajax Amsterdam zu spielen“, erzählt der Torwart, der als Balljunge bei Bundesligapartien des KSC dabei war. Bundesliga spielte er später selbst, und zwar im U17- und U19-Bereich für den SV Waldhof und den 1. FC Kaiserslautern. Bei der Arminia ist er jetzt bereits zum dritten Mal und stand zwischen den Pfosten, als der FCA 2018 in die Oberliga zurückkehrte.

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