Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel FSV hat’s knapp nicht geschafft

Abschied von den Fans.
Abschied von den Fans.

Der TuS Steinbach steht als Aufsteiger in die Fußball-Verbandsliga Südwest fest. Das Team von Trainer Pascal Weber besiegte im dritten Aufstiegsspiel auf dem Kunstrasenplatz in Obersülzen den FSV Schifferstadt mit 6:4 nach Elfmeterschießen.

„1100 Zuschauer sahen eine besondere Begegnung. Wir waren in den drei Spielen die Mannschaft mit den besseren Tormöglichkeiten, ich denke, dass der Aufstieg schon hochverdient ist“, sagte der Steinbacher Coach Pascal Weber, der weiter klarmachte: „Wir hatten auch in dieser dritten Begegnung in der zweiten Hälfte eine Vielzahl von Torchancen, die Partie in der regulären Spielzeit zu entscheiden. Doch es musste eben das Elfmeterschießen kommen.“Nach 90 Minuten regulärer Spiel- und wenigen Minuten Nachspielzeit hatte es zum dritten Mal in einem Duell beider Mannschaften unentschieden gestanden. Eine tolle Kombination nutzte TuS-Angreifer Danny Schulz zum 1:0 (21.). Der FSV Schifferstadt erwischte den besseren Start in den zweiten Durchgang. Jason Müller entwischte der Steinbacher Defensive und traf zum 1:1 (52.).

In der Verlängerung erzielte Florian Hoffmann das 2:1 für den TuS. 102 Minuten waren zu diesem Zeitpunkt gespielt. Die Vorbereitungen für den Aufstieg begannen. Bis zur 119. Minute lagen die Steinbacher in Front. Doch dann kam der FSV noch einmal über die rechte Seite. Jason Müller schoss an den Pfosten, doch der Abpraller fiel vor die Füße von Michael Nett, der aus drei Metern zum 2:2 (119.) abstaubte. „Dieses Billardtor passte zu der ganzen Serie“, befand Weber.

Pech im Elfmeterschießen

Das Pech, das die Steinbacher am Ende der Verlängerung hatten, klebte aber im Elfmeterschießen an den Kickschuhen der Schifferstader. Der erste Strafstoß des FSV hatte es in sich. FSV-Spieler Fabian Klein trat an, rutschte bei der Ausführung aus und schoss sich den Ball selbst an den Knöchel. Von dort fiel er zwar ins Steinbacher Netz, aber nach den Regeln wird so ein Strafstoß als verschossen gewertet. „Wahnsinn, wir hatten dann in der Folge eben den größren Druck, weil der TuS immer vorlegte“, sagte der FSV-Angreifer Jason Müller.

In der Folge verwandelten alle Steinbacher. Keeper Jan-Erik Bartz parierte noch einmal, so dass Enes Ülkü mit dem vierten verwandelten Elfmeter den Steinbacher Aufstieg perfekt machte. „Wir haben dreimal mit komplett neu zusammengewürfelten Mannschaften gespielt. Dass wir es überhaupt bis ins Elfmeterschießen geschafft haben, zeigt, was uns ausmacht. Die große Geschlossenheit, für uns ist die Niederlage in der Serie eigentlich keine. Wenn wir aufgestiegen wären, wäre das ein Vulkan geworden. Damit hatte keiner gerechnet“, sagte FSV-Betreuer Michael Malmer, der den etatmäßigen Chefcoach Christoph Mehrl vertrat. „Unser Trainer ist ja noch auf Mallorca wegen einer Hochzeit. Ein kurzfristiger Rückflug hätte viel zu viel Geld gekostet, aber er war am Donnerstag stets dabei“, sagte Malmer.

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