Fussball
Friesenheim schnuppert an Platz zwei
Werz war anfangs spielender Co-Trainer von Coach Toni Maric und nach Marics Abgang hauptverantwortlicher Trainer. In seiner letzten Saison belegte zweifache Familienvater mit dem VfR in der Aufstiegsrunde den vierten Tabellenplatz. „Damit bin ich absolut zufrieden, obwohl noch mehr drin war“, sagt der frühere Torjäger.
Damit spielt Werz auf den Anfang der Aufstiegsrunde an. „Wir gingen mit einem beträchtlichen Punkterückstand in diese acht Partien und wussten, dass wie uns keine Ausrutscher erlauben durften“, blendet der Übungsleiter zurück. Der Auftakt gelang: Einem 3:2-Sieg beim mutmaßlichen Hauptkonkurrenten SV Obersülzen folgte ein 4:1-Erfolg gegen die TSG Eisenberg und ein 3:2 bei der DJK Eppstein, obwohl die Grün-Schwarzen dort mit dem letzten Aufgebot antraten. Nach diesen drei Siegen und den „passenden“ Resultaten der Konkurrenz stand der VfR unerwartet auf Rang zwei. Die Mannschaft habe sich richtig reingehängt, jeder habe den Aufstieg unbedingt schaffen wollen.
Sieben ereignisreiche Jahre
„Die Osterpause kam dann zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Eine Woche danach haben wir zu Hause gegen den ASV Heßheim 0:1 verloren. Das war der Knackpunkt“, verdeutlicht der Groß- und Außenhandelskaufmann. Das Team, in dem viele junge Spieler standen, sei zwar noch ein bisschen enger zusammengewachsen, doch Verletzungsprobleme machten sich angesichts des kleinen Kaders deutlich bemerkbar. Die folgende 2:6-Heimpleite gegen Obersülzen bedeutetet das endgültige Ende aller Träume. Für Friesenheim reichte es „nur“ zu Tabellenplatz vier.
„Es war ein gelungener Abschied. Ich blicke auf sieben ereignisreiche und überwiegend schöne Jahre zurück“, bilanziert Werz. Zuvor sei der VfR oft nur Mittelmaß gewesen, habe teils sogar in der B-Klasse gespielt. Höhepunkt sei die Vizemeisterschaft in der Saison 2018/19 gewesen. In den Aufstiegsspielen gegen TuS Mechtersheim II und den VTG Queichhambach reichte es allerdings nicht zum Aufstieg in die Bezirksliga, die der Klub seit einigen Jahrzehnten im Visier hat – mal mehr und mal weniger.
André Werz verlässt seinen Heimatverein und wird in der nächsten Runde Co-Trainer des Bezirksligisten BSC Oppau. „Der erste Eindruck ist positiv, auch wenn der BSC einen Umbruch mit deutlicher Verjüngung bewältigen muss“, hat Werz erkannt. Sieben Spieler folgen ihm nach Oppau, von denen einige das Zeug zum Stammspieler haben dürften. Diese Zahl spricht für enge Verbundenheit und zeigt, dass der Coach beim VfR wohl vieles richtig gemacht hat.