Ludwigshafen Fluss stürzt sich mit viel Getöse 23 Meter in die Tiefe

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Direkt an Ludwigshafen fließt der Rhein vorbei. Schon immer wollte ich wissen, wo dieser mächtige Fluss herkommt. Deshalb ging ich auf Entdeckungsreise immer am Ufer entlang nach Süden.

Tag um Tag lief ich viele Kilometer am Wasser entlang. Dann erlebte ich eine Überraschung: Plötzlich stand ich vor einem großen Wasserfall. In einem engen Tal schießt der ganze Fluss mit lautem Getöse die Felsen hinunter. Als ich um die Flussbiegung kam, musste ich mir die Augen reiben: Vor mir lag der Rhein so ruhig wie ein See. Doch an einer Seite ergießt sich das Wasser von oben mit lautem Krach über Felsen und Klippen herab. Dicke Wassernebel hängen hier in der Luft Wie die aufgestellten Schilder verraten, wälzen sich hier im Sommer über 685.000 Liter Wasser pro Sekunde Richtung Tal. Das ist schon eine Riesenmenge. Bei der Schneeschmelze im Frühjahr kann es sogar doppelt so viel sein. Mit seinen 23 Metern Höhe gehört der Rheinfall immerhin zu den drei größten Wasserfällen in Europa. Auch ein guter Schwimmer wie ein Biber könnte gegen diese extreme Strömung nicht ankommen. Nicht einmal Fische schaffen den Weg flussaufwärts. Der Rheinfall ist eine echte Sehenswürdigkeit. Viele Tausend Touristen kommen jedes Jahr hierher, um sich das Schauspiel des herabstürzenden Flusses aus der Nähe anzusehen. Sogar Japaner und Chinesen, die einen Besuch in Deutschland machen, lassen sich das nicht entgehen. Dabei liegt der Rheinfall gar nicht in Deutschland, sondern schon ein paar Kilometer über der Grenze in der Schweiz bei dem Städtchen Schaffhausen. Der Rhein fließt hier durch ein enges Tal. Auf einer Seite stehen den Hang hinauf die Häuser von Schaffhausen. Auf der gegenüberliegenden Seite ragt ein mächtiger Felsen mit einer alten Burg darauf in die Höhe, die einst den Weg am Fluss beherrschte. Von hier oben hat man einen tollen Ausblick über das Tal. Zur Stelle mit der stärksten Strömung des Wasserfalls kann man von der Burg aus mit einem Aufzug hinunterfahren. Auf der Aussichtsplattform kommt man ganz nah an die tosenden Wassermassen heran. Von der spritzenden Gischt und dem dicken Wassernebel wird man nass. Viele Besucher benutzen eine Brücke und wandern über den Fluss an das Rheinufer auf der anderen Seite. Der Weg hinunter führt über viele Treppen. Hier kann man sich die verschlungenen Wege des Wassers über viele Felsen und Vorsprünge ganz aus der Nähe betrachten. Im Tal unten ist der Fluss auf einmal ruhig und breit wie ein See. Hier kann man sogar Boote mieten, um vom Wasser aus nah an den Wasserfall heranzufahren. Weil so viele Touristen hierher kommen, gibt es an den Ständen Postkarten, Eis, Getränke und Essen zu kaufen. Direkt am Wasser steht sogar ein Hotel mit Restaurant. Aber für einen Pflanzenfresser wie mich bietet die Natur viel zu essen. Im felsigen Flussbett bleiben Hölzer und Äste hängen. Die angeschwemmten Zweige und Blätter sind ein Festmahl für jeden Biber. |büg

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