Ludwigshafen Flott, getragen und auch tänzerisch
Sie beherrschen ihr Instrument in ganz verschiedenen Musikgenres. Das haben die jungen Musiker des Jugendorchesters der Blaskapelle Mutterstadt bei ihrem Serenadenabend bewiesen.
Ganz traditionell erklang zu Beginn des Konzerts der Choral „Nun ruhen alle Wälder“. Die Klarinetten machten den Anfang, die Trompeten stiegen ein, die Querflöten kamen dazu, die anderen Instrumente folgten. Ganz bewusst habe man einen Choral für den Anfang gewählt, erklärte Dirigent Thomas Zelt. „Denn ein Choral eignet sich hervorragend dazu, gemeinsam ein gutes Musizieren zu erlernen. Ein Choral gehört zu jeder unserer Übungsstunden dazu.“ Überhaupt gab der Leiter des Jugendorchesters im Laufe des Abends auf interessante und charmante Art und Weise viel Hintergrundwissen zu den einzelnen Stücken preis. Viel Wissenswertes gab es über Johann Sebastian Bach, der ganz andere Voraussetzungen für seine Laufbahn mitbrachte als Mozart. Das Jugendorchester hatte von ihm „Three Bach Miniatures“ mitgebracht, drei Tänze also, die die jungen Musiker ganz toll mit ihren jeweiligen Charakteren dazustellen wussten: mal flott, mal getragen und mal tänzerisch. Vergessen haben die jungen Bläser auch nicht, wo ihre Wurzeln liegen: in der Marschmusik. So waren die Trompeten ganz besonders beim „Trumpet Voluntary“ und bei „Parade oft the wooden Soldiers“ gefordert, die laut Thomas Zelt eher eine Karikatur des Militärs darstelle. Dann wieder ganz modern und mit viel Herzschmerz ging es mit „My heart will go on“ weiter bevor es einen Ausflug in die Welt der Musicals gab mit „The Phantom of the Opera“. Nach dem Finale der „Firebird Suite“ gesellte sich das Hauptorchester dazu. „Summon the heros“ und „Journey into Diablo Canyon“ bildeten den krönenden Abschluss des musikalischen Abends. (uln)