Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel FG 08 Mutterstadt: Kaderbreite als Schlüssel

FG-Trainer Marco Malizia.
FG-Trainer Marco Malizia.

Das Aus im Fußball-Verbandspokal beim Ligarivalen TSV Billigheim-Ingenheim ist für den Landesligisten FG 08 Mutterstadt kein Beinbruch. Was der Trainer meint.

FG-Trainer Marco Malizia hatte eine große Rotation angekündigt und Wort gehalten. Gegenüber der Startformation vom Spiel in Pfeddersheim am Sonntag standen beim Anpfiff neun andere Spieler auf dem Platz. Nur die etatmäßige Doppelsechs mit Mark Podgorsek und Batuhan Topal blieb in der Mannschaft. „Das zeigt, dass unser Kader über die nötige Breite verfügt“, freut sich der Coach. Es sei ein typisches Pokalspiel gewesen, umkämpft, mit extrem vielen Zweikämpfen, wenig Spielfluss und phasenweise hektisch. Letztlich entschieden individuelle Fehler die mit fast 250 Zuschauern gut besuchte Begegnung.

Ein fataler Ballverlust am eigenen Strafraum führte für die FG zum Rückstand (32.). Dem 2:0 per Freistoß (67.) ging die Rote Karte für Mutterstadts Innenverteidiger Dennis Klein wegen einer Notbremse voraus. „Foul ja, aber ich glaube, dass Dennis nicht der letzte Mann war und Jamie Tahedl noch hätte eingreifen können“, erklärt Malizia. Es folgte der dritte Treffer nach einem lang geschlagenen Ball (70.), doch auch danach und in Unterzahl wehrte sich Mutterstadt und zeigte Moral. Als ein Schuss von Bleard Zeqiraj abgewehrt wurde, verwertete Tom Schlegel den Abpraller zum 1:3-Endstand (84.).

Einstandsfest zur Vorbereitung

Ein Ausrufezeichen hatte die runderneuerte FG ein paar Tage zuvor mit einem 2:0-Erfolg bei Verbandsliga-Absteiger TSG Pfeddersheim gesetzt. „Wir hatten zahlreiche neue Akteure auf dem Platz, die ihr erstes Landesligaspiel für uns absolviert“, sagt Mailizia und räumt ein, dass Mutterstadt vor dem Spiel mit einer Punkteteilung gut hätte leben können. Es wurden aber drei Zähler, was in erster Linie auf eine tolle Einstellung, Kampfgeist und eine perfekte Mentalität zurückzuführen gewesen sei. „Die komplette Mannschaft hat geackert, super verteidigt und alles reingeworfen. Wir waren präsent, diszipliniert und haben so gut wie nichts zugelassen“, schwärmt der Coach.

Pfeddersheim habe in 90 Minuten nur zwei Halbchancen erspielt, auch wenn die Gäste in Sachen Landesligaerfahrung noch Nachholbedarf hätten. „Die Mannschaft wusste, was auf sie zukommt, war laufstark und gut in den Zweikämpfen drin. Vielleicht wurden wir etwas unterschätzt“, überlegt der Trainer. Die frühe Führung habe Rückenwind gegeben und Selbstvertrauen vermittelt. Mit dem 2:0 kurz nach der Pause bogen die Nullachter endgültig auf die Siegerstraße ein. Vielleicht hat auch das von Daniel Leicht organisierte Einstandsfest von erster und zweiter Garnitur zwei Tage zuvor als Teambuilding-Maßnahme seinen Teil dazu beigetragen.

Belebung

Die Neuen waren jedenfalls schon gut ins Team integriert und erwiesen sich als belebende Elemente. Zum Beispiel die neue Sturmspitze Gianluca Giannetta. „Er hat in der Vorbereitung und im Verbandspokal getroffen und in Pfeddersheim gleich wieder. Er hat eine gute Grundschnelligkeit und seinen Rhythmus gefunden“, lobt Malizia. Der flexible Leon Hochhaus bildet mit Fabio Reithermann die Doppelzehn im 3-4-2-1-System. Mit seiner Unbekümmertheit, Tempo und Tiefenläufen überzeugte das Eigengewächs. Wenig geprüft wurde Torwart Felix Schmidt, der aber prima mitgespielt und organisiert habe.

Die erwartete Verstärkung stellte der aus der Bezirksliga gekommene Mark Podgorsek schon in seinem ersten Spiel dar. „Mark hat viele Bälle abgelaufen und erobert. Dazu er unzählige wichtige Zweikämpfe für sich entschieden“, hebt der Coach die Qualitäten des Sechsers hervor. Linksverteidiger Mehmet Yaman habe etwas gebraucht, um ins Spiel zu finden, sich dann aber reingehängt. In der zweiten Hälfte sei der frühere LSC-Spieler Ausgangspunkt vieler Vorstöße gewesen. Gute Akzente hätten auch der wuselige Lennon Stanley und der mit sauberem Passspiel überzeugende Maxim Pjano gesetzt. Beide wurden in der Endphase eingewechselt. Für die FG gilt es, diese Leistung am Sonntag, 14.30 Uhr, gegen Wormatia Worms II zu bestätigen.

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