Fußball FG 08 Mutterstadt II und Kickers Neuhofen im Aufsteigerderby

Dominik Weber, Trainer der FG Mutterstadt II.
Dominik Weber, Trainer der FG Mutterstadt II.

Im Aufsteigerduell der A-Klasse Rhein-Mittelhaardt stehen sich die punktgleichen Teams Kickers Neuhofen und FG 08 Mutterstadt II gegenüber. Beide eint ein Ziel.

Im Zeichen des Abstiegskampfes in der Fußball-A-Klasse Rhein-Mittelhaardt steht die Partie der beiden punktgleichen Teams Kickers Neuhofen und FG 08 Mutterstadt II (Sonntag, 12 Uhr). Es ist auch ein Aufsteigerduell.

Bei beiden Mannschaften zeigt die Formkurve nach oben, denn in der Rückrundentabelle belegen sie Plätze im Mittelfeld. Die FG holte zuletzt aus drei aufeinanderfolgenden Heimspielen fünf Punkte und spielte gegen starke Teams wie VfB Haßloch und ASV Harthausen jeweils 1:1. „Am Sonntag war mehr drin“, spielt Coach Dominik Weber auf die Partie gegen Harthausen an, als ein Patzer in der Defensive wie schon eine Woche zuvor einen Sieg verhinderte. „Wir sind angekommen, haben uns der Liga angepasst, sind gieriger, galliger und ehrgeiziger als zu Saisonbeginn“, hat der Trainer erkannt.

30 Punkte sind das Ziel

Mutterstadt habe sein Spiel vereinfacht, agiere jetzt effizienter und zielorientierter. „Zu Beginn der Runde haben wir von den Trainern der Konkurrenz oft Lob für unsere Spielweise erhalten, aber die Punktausbeute war viel zu gering“, blickt Weber zurück. Jetzt spiele die Mannschaft Ergebnisfußball. Das Potenzial müsste seiner Meinung nach auf jeden Fall für den Ligaverbleib reichen. Ziel sei es, möglichst rasch die gefährdete Zone zu verlassen. „30 Zähler könnten schon reichen. Wir streben an, in zwei Wochen 27 zu haben“, sagt der Coach. Dazu müssten die Kickers und FV Dudenhofen III besiegt werden.

An das Hinspiel in Neuhofen erinnert sich Weber ungern. „Das war eine bittere, weil völlig unnötige 1:2-Niederlage“, konstatiert der Trainer, der am Sonntag den Spieß umdrehen will. Mit Platz zwölf in der Endabrechnung wird sicher der Abstieg vermieden. Der 31-jährige Weber, der die FG-Reserve in die A-Klasse führte, will sich mit dem Klassenverbleib verabschieden. Danach übernimmt er die Co-Trainerstelle im Landesligateam und unterstützt Marco Malizia, den er aus gemeinsamen Edigheimer Zeiten gut kennt. „Ich freue mich auf die neue Aufgabe, aber im Moment ist das noch kein Thema“, versichert Weber.

Kickers ohne Spielertrainer

Die Kickers müssen aktuell und noch für längere Zeit auf ihren Spielertrainer Sebastian Schiller verzichten. „Beim Beachvolleyball habe ich mir das vordere Kreuzband gerissen und wurde vor einigen Wochen operiert“, berichtet der in dieser Woche 31 Jahre alt gewordene Schiller. Da er auf Krücken angewiesen war, übernahm das Duo Thomas Goebel und Maximilian Fromm seine Aufgaben. Am Sonntag wird der Mittelfeldspieler, der mit seiner Spielintelligenz und Präsenz auf dem Feld schwer zu ersetzen ist, wieder an der Seitenlinie stehen. In der Vorbereitung auf die neue Saison will er wieder auf dem Platz stehen.

Die Chancen, dass die Kickers auch dann noch in der A-Klasse spielen, sind seit dem Winter sprunghaft gestiegen. „Unsere langzeitverletzten Akteure sind zurückgekehrt, was uns mehr Quantität, aber auch mehr Qualität gibt“, verdeutlicht Schiller. Kapitän Rene Reichert, der schmerzlich vermisst wurde, hat seine Patellasehnenverletzung überwunden, Innenverteidiger Alexander Bähr seine Leistenblessur auskuriert und Danny Brixner, der wegen eines Kreuzbandrisses fast zwei Jahre ausgefallen war, mischt wieder mit. „Dazu haben wir Torwart Lars Malmberg von Arminia II geholt, da Tim Buhl mit Verletzungen an Handgelenk und Knöchel kämpft“, informiert Schiller.

Es gebe jetzt Alternativen auf der Bank. Und weil die Trainingsbeteiligung gestiegen ist, ist die Stimmung im Team gut. „Dennoch muss man aufpassen, denn die Liga ist brutal eng. Für uns spricht, dass wir die Brocken Lustadt und Berghausen hinter uns haben. Zudem müssen wir deutlich weniger als in der Vorrunde das Team ändern, die Mannschaft ist eingespielter“, erläutert der Coach. In der Hinserie hätten fehlendes Spielglück und ungünstige Spielverläufe für manche vermeidbare Niederlage gesorgt. Am Sonntag gab es gegen Lingenfeld mit einem 6:2 den höchsten Saisonsieg.

Kickers-Spielertrainer Sebastian Schiller ist verletzt.
Kickers-Spielertrainer Sebastian Schiller ist verletzt.
x