Fußball
FC Arminia Ludwigshafen will in Karbach gewinnen
„Jetzt wollen wir natürlich auch endlich auswärts einen Erfolg einfahren“, freut sich Chris Chorrosch, Trainer des Fußball-Oberligisten FC Arminia Ludwigshafen, immer noch über den 2:0-Erfolg am vergangenen Wochenende gegen den SV Morlautern. Die Stimmung im Team sei gut. Diesen Rückenwind gelte es nun auch im Auswärtsspiel beim FC Blau-Weiß Karbach am Samstag um 15 Uhr zu nutzen.
Eine der Schwachstellen in der vergangenen Runde war die fehlende Resilienz der Arminia gerade gegen körperlich agierende Oberligagegner. Diese Wunde war noch einmal bei der 1:4-Niederlage im der Vorbereitung gegen die TSG Pfeddersheim aufgebrochen. Aber der Arminia-Übungsleiter sieht seine Auswahl in diesem Punkt bereits auf einem guten Weg. „Wir haben schon in Diefflen rund eine Stunde gut dagegengehalten“, war er mit dem Auftritt trotz der 1:4-Niederlage zumindest in dieser Hinsicht zufrieden. Gegen den SV Morlautern habe seine Elf dann sogar noch einen Zahn zugelegt. „Wir können da inzwischen gut mithalten“, ist er mit der Einstellung zufrieden. „Natürlich war es dann in Überzahl etwas einfacher“, räumt Chorrosch ein.
Lange Verletztenliste
Nicht ganz glücklich ist die Lage derzeit im Bereich Verletzungen und Ausfälle. Der Übungsleiter muss neben den Langverletzten Lukas Hartlieb und Björn Weisenborn, die in diesem Jahr wohl nicht mehr zum Einsatz kommen werden, auch weiterhin auf Noe Peter und Marvin Takpara verzichten. Auch Tim Amberger wird noch einige Wochen fehlen.
Umso wichtiger ist für Chorrosch, dass mit Torhüter Kevin Urban sowie den erfahrenen Steffen Straub und Rik Hiemeleers drei Akteure in den Kader zurückkehren, die im jüngsten Heimspiel aus verschiedenen Gründen gefehlt hatten. Im Tor hat sich derweil der Konkurrenzkampf zwischen Urban und Robin Schneider erhöht. „Wir wollten mit Kevin in die Runde gehen. Er war jetzt eine Woche im Urlaub. Robin hat gegen Morlautern zu null gespielt. Wir schauen einmal, wie es da weitergeht“, lässt sich Chorrosch erst einmal nicht in die Karten schauen.
Spiel auf 512 Metern Höhe
Der FC Karbach ist gut in die neue Runde gestartet. Mit sieben Punkten stand er nach drei Spieltagen sogar hinter FK Pirmasens auf Rang zwei. Allerdings leistete sich das Team am vergangenen Wochenende eine 0:1-Niederlage beim Aufsteiger SC Idar-Oberstein, sodass die Auswahl vom Mittelrhein jetzt den sechsten Tabellenrang direkt vor Ludwigshafen (sechs Punkte) einnimmt. „Sie verfügen über eine robuste Mannschaft, kommen aber nicht nur über ihre Physis, sondern haben auch spielerisches Potenzial“, ist Chorrosch gewarnt. Mit Max Wilschrey verfügt Karbach über einen der stärksten Mittelstürmer in der Oberliga: 23-mal war der 31-Jährige in der vergangenen Saison erfolgreich und damit zweitbester Torjäger.
Der Auftritt auf dem „Sportplatz auf dem Quintinsberg“ hat für die Arminia auch eine Besonderheit. „Wir spielen nach einigen Wochen erstmals wieder auf Rasen“, kennt Chorrosch die Widrigkeiten, die mit dieser Umstellung einhergehen. Außerdem ist der Spielort auch für andere Dinge bekannt. Immerhin liegt der Platz in 512 Meter Höhe. Da kann es im Herbst schon einmal zu ungemütlichen Verhältnissen – seien es Wind, Regen oder sogar Sturm – kommen. Allerdings sind für Samstag die Vorhersagen eher freundlich, es soll sogar auf dem Platz recht heiß werden. Zumindest was die normalen Temperaturen anbelangt. Wichtig wäre für den FC Arminia Ludwigshafen, dass am Samstagabend die Stimmung genauso gut ist wie bereits während der Woche.