Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel FC Arminia Ludwigshafen startet bei Titelfavorit Eintracht Tier in Oberligasaison

Der neue Arminia-Trainer Andreas Brill
Der neue Arminia-Trainer Andreas Brill

Nach rund fünfeinhalb Wochen endet für Fußball-Oberligist FC Arminia Ludwigshafen am Samstag die Vorbereitungszeit, wenn um 14 Uhr das erste Spiel bei Eintracht Trier angepfiffen wird.

Der Substanzverlust war gering, denn die Sommerpause betrug nur etwas mehr als drei Wochen. „Am Anfang ist es immer schwer, weil man nicht weiß, wie die Mannschaft die im Training erarbeiteten Ziele aufs Spiel überträgt. Außerdem weiß man nicht wie gut der Gegner in Form ist“, fasst FCA-Coach Andreas Brill das in Worte, was landauf, landab lapidar mit „wir wissen nicht, wo wir stehen“ bezeichnet wird.

Vielleicht ist es deshalb ganz gut, gleich am ersten Spieltag auf den Topfavoriten Eintracht Trier zu treffen. Möglicherweise ist er jetzt eher zu packen, als nach der zehnten oder zwölften Partie, wenn Automatismen greifen und der Regionalliga-Absteiger seinen Rhythmus gefunden hat. Doch auch die Arminia dürfte noch nicht in bester Verfassung sein. „Ich erkenne kleine Fortschritte, aber bis alles greift, braucht es seine Zeit, zumal wir einen personellen Umbruch zu bewältigen haben“, gibt der Coach zu bedenken.

Gute Ansätze

In den Bereichen Umschalten in beide Richtungen, Anlaufen, Spielaufbau und Torabschluss bewege sich der FCA derzeit zwischen richtig guten Ansätzen und deutlich verbesserungswürdigen Aktionen. Oder anders gesagt, es greift noch nicht jedes Rädchen ins andere, was zum diesem Zeitpunkt aber auch ungewöhnlich wäre. Wie viele Trainer lässt sich auch Brill nicht in die Karten schauen, weder personell, noch was das System betrifft. Wer von den Neuen in der Startelf steht, ist deshalb weitgehend offen. „Man kann aber davon ausgehen, dass erfahrene Akteure wie Ricardo Antonaci und Steffen Straub beginnen“, verrät der Übungsleiter.

Der alte und neue Kapitän Nico Pantano, der weiter von Fabian Herchenhan und Lukas Hartlieb vertreten wird, weilt in dieser Woche ein paar Tage bei der Nationalmannschaft der Polizei. Für Brill kein Problem: „Da ist er ja in der Bewegung.“ Ob es für Matteo Monetta zu einer Kadernominierung reicht, ist ungewiss, denn der spielende Cotrainer kehrt erst am Freitag aus dem Urlaub zurück.

Weniger Gegentore zulassen

Egal wer spielt, eines muss sich auf jeden Fall ändern, damit das Saisonziel erreicht werden kann: Die Zahl der Gegentore sollte minimiert werden. In der vorigen Saison waren es 62 in 32 Spielen. Rechnet man diese Quote auf 38 Begegnungen hoch, käme man auf über 70 Gegentreffer. „Die Zahl der Gegentore müssen wir dringend reduzieren, weil wir nicht davon ausgehen können, dass wir immer drei oder vier Treffer selbst erzielt. Wir standen oft sehr hoch, boten so den Gegnern Räume und wurden häufig ausgekontert“, hat Brills Fehleranalyse ergeben.

In der Abwehr kann der Trainer alle Positionen doppelt besetzen. Mit Antonaci, Nathaniel Esslinger und Robert Langer sind drei Defensivspieler hinzugekommen, die die Lücken, die David Braun, Fabrizio Moncada und Mark Knäblein hinterlassen haben, schließen sollen.

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