Ludwigshafen Familienstreit in Ludwigshafen eskaliert: Polizei setzt Taser ein

Ein Polizist mit einem Taser.
Ein Polizist mit einem Taser.

In der Lagerhausstraße im Ludwigshafener Stadtteil Süd ist am Dienstagabend ein Familienstreit eskaliert. Die Polizei musste eingreifen und sogar einen Taser einsetzen, um die Situation unter Kontrolle zu bringen. Um 19.30 Uhr ging bei der Polizei die Information ein, dass sich in der Lagerhausstraße zwei Personengruppen streiten würden. Es handelte sich um zwei zerstrittene Familien, wie sich vor Ort ergab. Die Stimmung war laut Polizei sehr aufgebracht. Auslöser des Streits war offenbar, dass ein 24-jähriger Mann einen 51-Jährigen mit einem Messer bedroht haben soll. Die Polizei wollte den Sachverhalt aufnehmen. Dabei reagierte die 44-jährige Mutter des 24-Jährigen sehr heftig. Um die Situation zu beruhigen, wollten die Polizisten die Frau etwas zur Seite nehmen. Dies wiederum wollte der 24-Jährige nicht zulassen. Er griff einen Polizisten an und schlug mehrfach mit Fäusten nach diesem.

Zwei Männer schlagen Polizisten

Da die Polizisten annehmen mussten, dass der 24-Jährige noch das Messer bei sich hatte, wurde ihm mit dem Einsatz eines Tasers (Distanzelektroimpulsgerät) gedroht. Doch auch dies half nicht, dass sich der 24-Jährige beruhigte. Er setzte seine Angriffe fort, weshalb er zweimal mit dem Taser beschossen wurde, bis ein Treffer Wirkung zeigte.

Nun mischte sich der 21-jährige Bruder ein. Auch er griff Polizisten an und wollte sie mit seinen Fäusten schlagen. Die Angriffe konnten abgewehrt und der junge Mann gefesselt werden. Das Messer fanden die Polizisten schließlich unter dem Auto des 51-Jährigen. In seinem Wagen fanden die Beamten zudem noch ein Einhandmesser und zwei Teleskopschlagstöcke.

Ein Unbeteiligter beleidigt die Polizisten

Die beiden Brüder und ihre Mutter wurden nach dem Einsatz zur Dienststelle gebracht. Da sich die Mutter wieder beruhigt hatte, wurde sie nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen. Die beiden Männer wurden zur Verhinderung weiterer Gewalttaten über Nacht in Gewahrsam genommen. Die Polizei hat umfangreiche Ermittlungsverfahren wegen des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, wegen Beleidigung und wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet.

Außerdem kam noch ein 33-Jähriger ins Spiel. Der war laut Polizei eigentlich völlig unbeteiligt, mischte sich jedoch während der Anzeigenaufnahme am Einsatzort ein und beschimpfte die Polizisten. Ihm wurde ein Platzverweis erteilt. Außerdem wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung eingeleitet.

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